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‚Internationaler Tag der Migrantinnen und Migranten‘: Zuwanderung gestalten statt blockieren

‚Internationaler Tag der Migrantinnen und Migranten‘: Zuwanderung gestalten statt blockieren

Source: Verdi – Vereinten DienstleistungsgewerkschaftSo würden etwa infolge der Kürzungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz und der Einführung von Bezahlkarten Integration und eigenständige Existenzsicherung systematisch erschwert. Gleichzeitig blieben Fortschritte im Fachkräfteeinwanderungs- und Anerkennungsrecht in der Praxis oft wirkungslos, weil Verfahren zu lange dauern und Beratungsstrukturen fehlen. Auch das Chancen-Aufenthaltsrecht, das zum 31. Dezember 2025 ausläuft, benötige dringend verlässliche Anschlussregelungen. „Wer Menschen den Zugang zu Arbeit und Qualifizierung erschwert, produziert Abhängigkeit statt Integration. Geflüchtete und Migrantinnen und Migranten wollen arbeiten, ihren Lebensunterhalt sichern und ihre Qualifikationen einbringen – dafür brauchen sie Rechte, keine neuen Hürden“, so ver.di-Bundesvorstandsmitglied Liebig.
Schon heute arbeiteten viele Migrantinnen und Migranten unter ihrem Qualifikationsniveau oder in prekären Beschäftigungsverhältnissen – häufig aufgrund fehlender Anerkennung ausländischer Abschlüsse, mangelnder Sprachförderung oder eines unsicheren Aufenthaltsstatus. ver.di fordert deshalb einen schnellen, bundesweit einheitlichen Arbeitsmarktzugang für Geflüchtete sowie beschleunigte und faire Anerkennungsverfahren. Zudem müssten Sprachförderung, Weiterbildung und arbeitsmarktnahe Beratung ausgebaut werden. Äußerst unbefriedigend sei zudem die finanzielle Ausstattung der Kommunen, die die Hauptlast der Integrationsarbeit leisten müssten. Sie benötigten eine verlässliche Finanzierung.
„Gute Arbeit, Tarifbindung und gleiche Rechte für alle Beschäftigten sind zentrale Voraussetzungen für gelungene Integration und sozialen Zusammenhalt. Abschottung und Ausschluss verschärfen dagegen soziale Spaltung“, erklärt Liebig.
Lesetipp
ver.di publik 4/2025: Unsichtbare Grenzen: Warum Herkunft beim Lohn immer noch eine Rolle spielt

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