Source: Verdi – Vereinten DienstleistungsgewerkschaftVerlauf der Tarifverhandlungen
Bereits am 2. Juni 2025 fand die erste Verhandlungsrunde zwischen ver.di und SportScheck Stationär in München statt. Die zentrale Forderung auch seinerzeit: Anerkennung des Flächentarifvertrags. Schon damals lagen die Positionen weit auseinander. Ein zweiter Termin wurde für den 11. Juli vereinbart, doch eine Einigung blieb aus. Seitdem wächst der Unmut in den Filialen – und nun auch der Druck auf der Straße.
ver.di fordert SportScheck Stationär auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren und die tarifliche Anerkennung für den Einzelhandel wiederherzustellen. „Es ist unverantwortlich, wie mit den qualifizierten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern bei SportScheck Stationär umgegangen wird. Cisalfa ist sich nicht bewusst, was sie da an Beratungskompetenz kaputt machen“, ist sich Gewerkschafterin Groß sicher.
Auch in Karlsruhe blieb die SportScheck-Filiale in der Innenstadt am 7. Oktober geschlossen. „Bis auf zwei stehen alle Kolleginnen und Kollegen der Filiale mit uns draußen vor der Tür“, sagte Rainer Weidmann, Teamleiter und Betriebsratsvorsitzender, am Vormittag.
Die Stimmung sei kämpferisch und zugleich erleichtert, erzählt er: „Es ist ein gutes Gefühl, zu zeigen: Jetzt ist Schluss. Wir wollen, dass die Geschäftsleitung merkt, dass es uns ernst ist.“ Passant*innen reagierten ruhig, viele blieben kurz vor dem Streikschild stehen und zogen weiter. „Ärgerlich war bisher keiner – vielleicht auch, weil viele verstehen, warum wir das tun.“
Weidmann hofft, dass die Aktion Wirkung zeigt: „Ob die Italiener das jetzt gleich begreifen, weiß ich nicht – sie müssen noch lernen, wie Gewerkschaften hier in Deutschland funktionieren.“ Für ihn und seine Kolleg*innen ist die Forderung klar:
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„Es reicht”: SportScheck Beschäftigte streiken für Tarifbindung
