Source: Bundesministerium fur Wirtschaft und EnergieDie Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe sind im Juni erneut zurückgegangen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts[1] ist das Ordervolumen gegenüber dem Vormonat preis-, kalender- und saisonbereinigt um 1,0 % gesunken. Dabei konnte die Bestelltätigkeit aus dem Inland mit einem Zuwachs um 2,2 % nur einen Teil ihres vorangegangenen Rückgangs wieder wettmachen. Gleichzeitig verzeichneten die seit Jahresbeginn deutlich gestiegenen Bestellungen aus dem Ausland im Juni ein Minus von 3 % – insbesondere aufgrund eines spürbaren Rückpralls der Investitionsgüternachfrage. Während die Aufträge aus dem Euroraum mit einem Plus von 5,2 % kräftig zulegten, ging die Bestelltätigkeit aus Ländern außerhalb der Währungsunion mit -7,8 % erstmals in diesem Jahr zurück. Ohne Berücksichtigung von Großaufträgen stiegen die Auftragseingänge insgesamt jedoch um 0,5 %.Die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftszweigen des Verarbeitenden Gewerbes verlief sehr unterschiedlich. Von besonders hohen Ordereingängen konnten die Hersteller elektrischer Ausrüstungen (+23,5 %) profitieren. Auch die Nachfrage nach EDV und optischen Geräten (+7,1 %) sowie chemischen Erzeugnissen (+1,5 %) legte nach deutlichen Rückgängen im Vormonat wieder zu. Spürbar rückläufig entwickelten sich hingegen die Bestellungen von Metallerzeugnissen (-12,9 %), Kfz-und Kfz-Teilen (-7,6 %) sowie im Maschinenbau (-3,4 %).Auch wenn die Ordereingänge bereits im Vormonat um 0,8% nachgegeben hatten, verzeichneten sie im zweiten Quartal insgesamt einen Zuwachs um 3,1 %. Ausschlaggebend hierfür war insbesondere die Nachfrage nach Investitionsgütern (+7,3 %), die zunehmend aus dem Inland (+2,5 %) sowie anderen Ländern der Währungsunion (+10,8 %) kommt. Demgegenüber gingen im zweiten Quartal weder vom Absatz der Vorleistungs- (-2,6 %) noch der Konsumgüter (-0,3 %) positive Impulse aus.
Angesichts der bis zuletzt anhaltend hohen handels- und geopolitischen Unsicherheit überrascht es wenig, dass die Auftragseingänge am aktuellen Rand weiterhin starken Schwankungen unterliegen. Die Exporterwartungen der Unternehmen haben sich im Juli zwar etwas aufgehellt, im Lichte der nun wohl dauerhaft höheren Zölle auf Exporte in die USA dürfte die Industriekonjunktur jedoch künftig von einer gedämpften Auslandsnachfrage geprägt sein._________________________________________[1] Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 6. August 2025.
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Entwicklung der Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe Berichtsmonat Juni 2025
