Source: Bundesministerium fur Wirtschaft und Energie
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28.07.2025 – Pressemitteilung – Europäische und internationale Energiepolitik
Einleitung
Deutschland unterhält mit Kanada eine Energiepartnerschaft, die im Jahr 2022 um eine Wasserstoffallianz erweitert wurde. Zum Aufbau einer Wasserstoffbrücke zwischen Deutschland und Kanada haben beide Länder eine gemeinsame Ausschreibung in H2Global vereinbart. Diese Wasserstoffbrücke soll den globalen Wasserstoff Markthochlauf durch Abnahmeverträge und Preissignale unterstützen. Dazu stellt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie in den kommenden Jahren bis zu 200 Millionen Euro aus dem Klima- und Transformationsfonds (KTF) für das Wasserstoffförderprogramm „H2Global“ bereit. Auch die kanadische Regierung, vertreten durch das Ministerium für Bodenschätze (NRCAN), beteiligt sich in gleichem Umfang.
Bislang scheitert der internationale Wasserstoffhochlauf an der Differenz zwischen den Kosten zur Produktion des erneuerbaren Wasserstoffs und der Zahlungsbereitschaft der Abnehmer. In der gemeinsamen deutsch-kanadischen Ausschreibung sollen diese Differenzkosten gemeinsam und hälftig getragen werden. So soll der transatlantische Wasserstoffhochlauf entscheidend unterstützt werden. Dies wurde in einer Absichtserklärung beider Ministerien im Jahr 2024 vereinbart. Dazu wurde eine neue Ausschreibungsstruktur entwickelt.
Zur Gestaltung dieser bilateralen Ausschreibung und zur Erfüllung EU-beihilferechtlicher Vorgaben führt das BMWE eine öffentliche Marktkonsultation durch. Die Konsultation erfolgt in Form eines Fragebogens, welcher die Maßnahme beschreibt und konkrete Fragen an die Unternehmen formuliert. Die Beteiligung an der Marktkonsultation steht allen betroffenen Unternehmen offen. Der Fragebogen ist unter folgendem Link in englischer Sprache bis zum 8.9.2025 erreichbar.
H2Global ist ein innovatives Instrument zur Förderung eines rechtzeitigen und effektiven Technologie- und Markthochlaufs von grünem Wasserstoff und Wasserstoffderivaten. Die Umsetzung und Weiterentwicklung von H2Global erfolgt durch die gemeinnützige Stiftung H2Global, deren Tochtergesellschaft HINT.CO GmbH die bereitgestellten Mittel zum Ausgleich der möglichen Differenz zwischen jeweils wettbewerblich ermittelten Angebots- und Nachfragepreisen einsetzt. Neben der geplanten Deutsch-Kanadischen Ausschreibung führt Deutschland auch eine gemeinsame Ausschreibung mit den Niederlanden sowie eigene Ausschreibungen zur Förderung der Produktion erneuerbaren Wasserstoffs durch.
