Source: Auswärtiges AmtDie Klimakrise ist die größte Sicherheitsgefahr unserer Zeit. Langanhaltende Dürren, schwere Überflutungen, gefährliche Orkanstürme und verheerende Ernteausfälle führen schon heute jedes Jahr zu Milliardenschäden und tausenden von Toten.
Wenn solch extreme Klimaereignisse weltweit Schlag auf Schlag folgen und sich auch bei uns Jahrhundertkatastrophen im Jahrestakt aneinanderreihen, bedeutet das eins: Die Klimakrise ist real. Sie destabilisiert, verschärft Konflikte um Land, Wasser und Nahrung, schafft dadurch neue Brandherde und verstärkt Migration – auch nach Europa. Sie bedroht auch hierzulande Hab und Gut und hat auch bereits Menschenleben gefordert.
Wer Klimaschutz schleifen lässt, bedroht die Existenzgrundlage von Menschen, ihren Wohlstand, unsere innere Stabilität in Deutschland und Europa und setzt die globale Sicherheit aufs Spiel. Kurz: Klimaschutz ist harte Sicherheits- und Geopolitik. Die NiKE-Studie, von Expertinnen und Experten für Klima, Sicherheit, Verteidigung, Außenpolitik sowie der Nachrichtendienste gemeinsam erstellt, zeigt dies in aller Klarheit auf. Und sie zeigt auch: Wir können es uns als Gesellschaft nicht leisten, uns solchen Klimasicherheitsrisiken auszusetzen.
Jedes Zehntelgrad weniger macht unser Land, Europa und die Welt sicherer. Deshalb müssen wir Emissionen jetzt senken – auch für unsere eigene Resilienz. Denn wer unsere Wirtschaft weiter am fossilen Tropf hängen lässt, denkt nicht nur kurzfristig, sondern gibt sich bewusst in die Abhängigkeit fossiler Staaten und Regime.
Wer Sicherheit denkt, muss Klima mitdenken. Das ist zentraler Bestandteil unserer Nationalen Sicherheitsstrategie; und das gilt auch mit Blick auf die Münchner Sicherheitskonferenz am Wochenende.
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Klimaschutz als Sicherheitspolitik: Erste nationale interdisziplinäre Klima-Risikoeinschätzung NiKE veröffentlicht
