Source: Koerber StiftungEine Familie aus Kyjiw verkauft russische Spezialitäten in Leipzig: Wodka, Pelmeni, Matrosenshirts – und ein irgendwie osteuropäisches Zusammengehörigkeitsgefühl. Wobei, Letzteres ist seit dem russischen Überfall auf die Ukraine nicht mehr zu haben.
Die Mutter steht an der Seite Putins. Und ihr Sohn, der keine Sprache mehr als die russische liebt, keinen Menschen mehr als seine Mutter, aber auch keine Stadt mehr als Kyjiw, verzweifelt.
In seinem neuen Roman „Russische Spezialitäten“ schreibt Dmitrij Kapitelman über Familie und die Möglichkeiten der Verständigung in Zeiten alter und neuer Kriege: bittersüß und zutiefst politisch.
Wie wirkt Kriegspropaganda bis in Familien hinein? Wie begegnet man Lügen und Manipulation im Privaten und als Gesellschaft? Im Gespräch loten Dmitrij Kapitelman und die Osteuropahistorikerin Susanne Spahn aus, wie Verständigung angesichts von Krieg und Fake News weiterhin möglich ist.
Es moderiert der Journalist Ulrich Kühn.
Die Reihe Gebundenes Leben ist eine Kooperation mit dem Literaturhaus Hamburg.
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Bedrohte Freiheit: Von Lügen und Manipulation
