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Erste Wanderbewegungen gemeldet

Erste Wanderbewegungen gemeldet

Source: NABU – Naturschutzbund DeutschlandVorbereitungen für die neue Amphibiensaison laufen an

In diesem Jahr sind bereits vereinzelt wandernde Teich- und Bergmolche, Springfrösche und Erdkröten gemeldet worden. In ganz Deutschland bereiten sich Amphibienretter*innen auf die kommende Saison vor.

Erdkröte – Foto: Kathy Büscher

27. Januar 2025 – Wir berichten an dieser Stelle auch in diesem Jahr über das Wandergeschehen der Amphibien. Der Startschuss jeder neuen Amphibiensaison hängt vom Wetter ab. In manchen Jahren geht es bereits Ende Januar los, während sich in anderen vor Anfang März kaum eine Kröte sehen lässt. In diesem Jahr gibt es bereits erste Aktivitäten: Am nördlichen Oberrhein und am Harz-Nordrand sind über NABU-naturgucker.de vereinzelt Teich- und Bergmolche, Springfrösche und Erdkröten gemeldet worden.
In ganz Deutschland machen sich die Amphibienretter*innen bereit, um auch in diesem Jahr wieder Amphibien auf ihren Wanderungen zu ihren Laichplätzen zu schützen. Es wird zwar wieder etwas kühler in den nächsten Tagen, jedoch wurden vielerorts bereits sehr milde Temperaturen gemessen.
Können Sie auch von Wandergeschehnissen in Ihrer Region berichten? Dann schreiben Sie uns doch gerne und schicken Sie uns Fotos zu: Ressort-Artenschutz@NABU.de

So können Sie helfen
Es gibt wohl kaum eine Naturschutzgruppe, die nicht dringend weitere Helfer*innen sucht, denn Amphibienschutz ist aufwändige Handarbeit. Um mitzumachen, sind Vorkenntnisse nicht zwingend nötig. Die Saison erstreckt sich in der Regel über zwei bis drei Monate, mit dem Höhepunkt gegen Mitte März. Es ist schön, wenn jemand an vielen Tagen mit anpacken kann, wer nur einmal oder zweimal Zeit hat, ist aber auch willkommen.Zunächst müssen Zäune aufgestellt werden – teils übernimmt das die Kommune oder die Straßenbauverwaltung. Stehen die Zäune, müssen diese jeden Tag kontrolliert werden, am besten am frühen Abend und am frühen Morgen. Befinden sich Amphibien in den Eimern, werden diese in Transporteimer umgefüllt und über die Straße getragen. In der Regel werden dabei auch Anzahl, Arten und Geschlechter notiert. Wie die Hilfe funktioniert, wie man die Tiere richtig anfasst, wie man Grasfrösche von Springfröschen oder Bergmolche von Teichmolchen unterscheidet, ist schnell gelernt.Wer weiß, dass im Heimatort oder in der Nachbarschaft Krötenzäune betreut werden, kann sich einfach an die jeweilige Naturschutzgruppe wenden. Ist dies nicht bekannt, lohnt es sich, auf den lokalen NABU-Websites nachzuschauen. Mehr als tausend Schutzzäune samt Kontaktadressen sind zudem in der Schutzzaundatenbank des NABU-Bundesfachausschusses Feldherpetologie versammelt.

Im Straßenverkehr: Rücksicht auf wandernde Amphibien nehmen!

Krötenwarnschild – Foto: Helge May

Das könnte auch in anderen Region Deutschlands zum Problem werden, denn Krötenschutzzäune werden oft erst Ende Februar errichtet. Hinzu kommt: An einigen stark befahrenen Straßen können gar keine Zäune aufgebaut werden. Doch für die wandernden Tiere, die solche Straßen auf dem Weg zu ihren Laichgewässern überqueren müssen, ist das äußerst gefährlich. Ganze Populationen können deswegen den Verkehrstod erleiden.
Der NABU bittet daher Autofahrer*innen, in den kommenden Wochen auf die Gefahrenschilder „Amphibienwanderung“ zu achten und Rücksicht auf wandernde Kröten, Frösche und Molche zu nehmen. Um die Tiere nicht unnötig zu gefährden, sollten Autofahrer*innen außerdem Tempo 30 einhalten. Denn bei höheren Geschwindigkeiten werden auch Amphibien getötet, die nur am Straßenrand sitzen: Der Strömungsdruck der vorbeifahrenden Autos bringt die inneren Organe zum Platzen.

Rückblick 2024

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