Source: Verdi – Vereinten DienstleistungsgewerkschaftDas aktuelle Angebot der Arbeitgeber wurde von der ver.di Tarifkommission umgehend zurückgewiesen. Es berücksichtige in keiner Weise den seit 2019 entstandenen Nachholbedarf. Für die Kabinenbeschäftigten war im Rahmen einer Corona-Krisenvereinbarung 2021 vereinbart worden, dass die Vergütungen auf dem Niveau von 2019 eingefroren werden und der Vergütungstarifvertrag frühestens zum 31. Dezember 2024 kündbar sei. Demnach sind die Vergütungen in der Kabine von TUIfly seit fünf Jahren unverändert geblieben. Einer „freiwillig“ geleisteten Vergütungssteigerung von acht Prozent in zwei Stufen 2023 standen Einbußen der Beschäftigten beim Bordverkauf und bei den Reisespesen von durchschnittlich zehn Prozent durch die Krisenvereinbarung gegenüber.
Zum Vergleich: Bei anderen Airlines konnten die in den vergangenen drei Jahren erreichten Tarifabschlüsse die hohe Inflation weitestgehend ausgleichen. Heute liegen die Kabinenvergütungen dort deutlich über dem Niveau der TUIfly. So liegt die im vergangenen Jahr mit Discover, dem Ferienflieger der Lufthansa, vereinbarte tarifliche Einstiegsvergütung fast 700 Euro monatlich über der der TUIfly.
Parallel verhandelt ver.di auch für die Beschäftigten am Boden (Technik und Verwaltung) über einen neuen Vergütungstarifvertrag und bereits seit September 2024 über einen neuen Manteltarifvertrag. Im Paket mit weiteren Verbesserungen, etwa bei der Arbeitszeit und im Schichtdienst, fordert die zuständige Tarifkommission eine Vergütungssteigerung von acht Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Auch hier gibt es bislang keine konkreten Verhandlungsergebnisse. Auch für die TUIfly-Beschäftigten am Boden werden parallele Warnstreiks geplant.
Die Tarifverhandlungen für die Kabine werden am 12./13. Februar 2025 fortgesetzt.
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Tuifly: ver.di lehnt Angebot der Arbeitgeber ab
