Source: Verdi – Vereinten DienstleistungsgewerkschaftDeutsche und europäische Fluggesellschaften würden durch politische Maßnahmen einseitig mehr belastet als die internationale Konkurrenz, kritisieren Betriebsräte und ver.di. Dabei stünden deutsche und europäische Fluggesellschaften und vor allem Airlines mit internationalen Drehkreuzen in Europa beziehungsweise Deutschland in einem bereits anspruchsvollen Wettbewerb mit teils staatlich subventionierten Konkurrenten aus dem asiatischen und arabischen Raum. Das Nachsehen habe die lokale Luftverkehrsbranche mit ihren hunderttausenden Arbeitsplätzen.
Im internationalen Wettbewerb im Nachteil
Als Beispiele für die wettbewerbsverzerrende und einseitig belastende Politik nennen die Unterzeichner*innen: die deutsche Luftverkehrsabgabe, die zuletzt nochmals angehoben wurde, verpflichtende Beimischungsquoten von nicht in ausreichenden Mengen verfügbaren Power-to-liquid- (PtL) und nachhaltigen SAF-Kraftstoffen sowie Russland-Sanktionen, die mit längeren und teureren Ausweichrouten verbunden sind. Die Sanktionen würden ohne Konsequenzen tagtäglich von der Konkurrenz außerhalb der EU gebrochen, die dennoch ohne Einschränkungen den europäischen Luftverkehrsmarkt nutzen können.
Petition von ver.di gestartet
In ihrer Petition fordern die Unterzeichner*innen die Bundesregierung u.a. zur sofortigen Abkehr vom deutschen Alleingang zur PtL-Quote sowie der europäischen SAF-Regelung auf. Darüber hinaus wird eine sofortige Abschaffung der arbeitsplatzgefährdenden Luftverkehrsabgabe, wie Schweden es bereits auf den Weg gebracht hat, gefordert. Ebenso gefordert wird eine Ausweitung der Russland-Sanktionen auf alle Airlines, die den europäischen Luftverkehrsmarkt nutzen.
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Luftverkehrspolitik: Lufthansa-Betriebsräte und ver.di schlagen Alarm
