Source: Bundesministerium fur Umwelt Naturschutz Bau und ReaktorsicherheitDie Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie bietet erhebliche Chancen für Umwelt und Wirtschaft. Steffi Lemke diskutierte den Strategieentwurf mit Spitzenverbänden aus verschiedenen Bereichen, um deren Meinungen einzuholen.
Vertreterinnen und Vertreter von Spitzenverbänden aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft sowie von Gewerkschaften und den Ländern haben am 4. Juli über den Entwurf für eine Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKWS) diskutiert. Bundesumweltministerin Steffi Lemke hatte zum 2. Dialogforum zur Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKWS) eingeladen, um im direkten Austausch die Meinungen der Verbände einzuholen. Die Teilnehmenden betonten die große Bedeutung der Kreislaufwirtschaft für die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft, für die Rohstoffversorgung der Unternehmen sowie für den Klima- und Umweltschutz. Sie begrüßten den von BMUV vorgelegten Strategieentwurf, der diese Potentiale der Kreislaufwirtschaft heben soll.
Das Bundesumweltministerium hatte am 18. Juni den Entwurf für eine NKWS veröffentlicht und darin sowohl konkrete Ziele für die Kreislaufwirtschaft, als auch Maßnahmen zur Umsetzung formuliert. So wird unter anderem als Ziel vorgeschlagen, den Primärrohstoffverbrauch pro Kopf bis 2045 zu halbieren. Zentrale Maßnahmen des Entwurfs sind unter anderem die Nutzung der öffentlichen Beschaffung, Standards für langlebige Produkte und Güter, digitale Produktpässe, Quoten für den Einsatz von Rezyklaten auf EU-Ebene, ökonomische Anreize und die Stärkung eines nachhaltigen Konsums, etwa durch das neue “Recht auf Reparatur”. Zudem soll die “Circular Economy” auch über internationale Initiativen vorangebracht werden.
Akteure aus Wirtschaft, Gesellschaft und Wissenschaft sowie die Länder haben die Möglichkeit, zum Entwurf auch schriftlich Stellung zu nehmen. Die Strategie wird unter Berücksichtigung der Stellungnahmen angepasst und in der Bundesregierung abgestimmt. Die NKWS soll noch in diesem Jahr vom Bundeskabinett verabschiedet werden.
Für die Umsetzung der NKWS wurde unter anderem die Einrichtung einer Nationalen Plattform für Kreislaufwirtschaft diskutiert, die auch weiterhin eine breite Beteiligung gewährleisten soll.
In ihrem Abschlussstatement bedankte sich die Ministerin bei allen Verbänden und Ländern, die sich in den Dialog einbringen, und betonte, dass die Umsetzung der NKWS nur im Schulterschluss von Politik, Wirtschaft, Gewerkschaften, Wissenschaft und Zivilgesellschaft gelingen wird.
04.07.2024 | Meldung Kreislaufwirtschaft
