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30 Hektar sind mehr als genug!

30 Hektar sind mehr als genug!

Source: NABU – Naturschutzbund DeutschlandNABU-Aktionstage gegen anhaltenden Verlust der Landschaft

Jeden Tag wird in Deutschland Natur in der Größe von 74 Fußballfeldern zerstört, das entspricht 52 Hektar. Vom Ziel, den Flächenverbrauch bis 2030 auf 30 Hektar zu reduzieren, sind wir weit entfernt. Der nächste Aktionstag findet am 29. Juli 2024 statt.

Viel verbrauchte Grünfläche und neuer Wohnraum für zu wenige Menschen am Stadtrand von Potsdam – Foto: Volker Gehrmann

Tagtäglich werden in Deutschland Natur und Landschaft durch den Bau von Wohnhäusern, Straßen und Gewerbegebieten unwiderruflich zerstört. Diesen Landschaftsverbrauch wollte die Bundesregierung gemäß Deutscher Nachhaltigkeitsstrategie bis 2020 deutlich reduzieren – auf täglich 30 Hektar. Trotz einiger Fortschritte sind wir davon noch immer weit entfernt: Jeden Tag werden 52 Hektar freie Landschaft in Siedlungs- und Verkehrsflächen umgewandelt. In den letzten Jahren stagnierten die Zahlen auf diesem Niveau. Leider blieb eine Reaktion in Form von Anreizen und Verpflichtungen zu einer effektiveren Nutzung des Bestandes aus. Stattdessen wurde lediglich das Ziel aufgeschoben: unter 30 Hektar bis 2030 zu verbrauchen.
Das NABU-Grundsatzprogramm „nachhaltige Siedlungsentwicklung (2020)“ zeigt, was die entscheidenden Stellschrauben sind.
Der NABU hat deshalb im Jahr 2011 den „30-Hektar-Tag“ als bundesweiten Aktionstag für nachhaltiges Flächenmanagement ins Leben gerufen. Er fällt jeweils auf den Tag im Jahr, an dem die laut 30-Hektar-Ziel verfügbare Fläche für das gesamte Jahr aufgebraucht ist – im Jahr 2024 ist dies der 29. Juli. Je früher der Tag im Jahr, desto klarer wurde das Ziel der Bundesregierung verfehlt. Somit ist ab diesem Tag jeder zusätzlich bebaute Quadratmeter einer zu viel.

Aktionen gegen den Landschaftsverbrauch
Gemeinsam mit Städten, Gemeinden und Landkreisen macht der NABU mit den Aktionen klar: Das Maß ist voll! In vielen Kommunen gibt es Potenzial für Umnutzungen und Aufstockungen. Eine Studie der TU Darmstadt aus dem Jahr 2019 bezifferte dieses Potential deutschlandweit auf 2,3 bis 2,7 Millionen Wohnungen im Bestand – ohne einen einzigen Quadratmeter neu zu bebauen. Statt weitere Neubaugebiete zu schaffen, müssen diese Reserven sinnvoller genutzt werden, um Naturflächen in der freien Landschaft zu erhalten.

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MIL OSI