Source: NABU – Naturschutzbund DeutschlandEin (unvollständiger) Streifzug durch die Bundesländer
Insektenschutz hat viele Facetten. Das Spektrum der NABU-Aktivitäten reicht vom Politik-Lobbying über die Sensibilisierung und Aktivierung der Bevölkerung einschließlich Citizen Science-Aktionen bis zu praktischen Projekten im öffentlichen und privaten Grün und natürlich in der freien Natur.
Heller Wiesenknopf-Ameisenbläuling – Foto: Brigitte Schmälter/www.naturgucker.de
Mein Raupenreich
Mit seiner Kampagne „Faszination Falter” will der NABU Berlin Schmetterlinge wieder ins Bewusstsein der Hauptstadtbewohner*innen rufen und neue Lebensräume für sie schaffen. Dabei sollen auch die speziellen Bedürfnisse von Schmetterlingsraupen berücksichtigt werden. Im Wettbewerb „Mein Raupenreich“ sucht der NABU die falterfreundlichsten Gärten, Balkons und Blumenkästen Berlins.
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Naturverträglich mähen
Seit 2021 setzt der Landkreis Friesland gemeinsam mit dem Umweltbildungsprojekt „MOBILUM“ des NABU Niedersachsen auf ein zukunftsweisendes Schulungsprogramm. Unter dem Titel „Förderung der Biodiversität an Straßen- und Wegrändern und öffentlichen Grünflächen“ werden Mitarbeiter*innen der Bauhöfe und Straßenmeistereien in neuen Pflegemethoden unterrichtet, um Insekten mehr Lebensraum zu bieten. Ziel ist es, die Methoden des Pilotprojektes zum flächendeckenden Standard zu machen.
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Licht aus
Durch das vom NABU-Partner Landesbund für Vogel und Naturschutz (LBV) initiierte Volksbegehren „Rettet die Bienen“ kam es in Bayern zu umfassenden Gesetzesänderungen, auch beim Umweltproblem Lichtverschmutzung. „Eingriffe in die Insektenfauna durch künstliche Beleuchtung im Außenbereich sind zu vermeiden“, heißt es jetzt im Naturschutzgesetz. Konkret ist es unter anderem verboten „nach 23 Uhr und bis zur Morgendämmerung die Fassaden baulicher Anlagen der öffentlichen Hand zu beleuchten, soweit das nicht aus Gründen der öffentlichen Sicherheit erforderlich ist“. Eine im April 2024 veröffentlichte Stichprobe des LBV ergab, dass sich immerhin 80 Prozent der Kommunen an diese Vorgabe halten.
Zweibindiger Schmalbock – Foto: Helge May
Mehr Platz für Falter
Im landesweiten Projekt „Mehr Platz für Falter – Jetzt wird’s bunt!“ zeichnet der NABU Nordrhein-Westfalen mit Plaketten und Urkunden Privatpersonen, Tagesstätten und Schulen aus, die besonders viel Wert auf einen Schmetterlingsgarten legen. Zudem sind die NRWler*innen jedes Jahr von Mitte Juni bis Mitte Juli aufgefordert, in ihren Gärten Tag- und Nachtfalter zu zählen.
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Wildbienen gesucht
Der NABU Mecklenburg-Vorpommern ist besonderen Raritäten auf der Spur. Mithilfe der NABU|naturgucker-App „Vielfalt erforschen“ werden Vorkommen der Ochsenzungen-Sandbiene (Meldezeitraum Mai/Juni), der Knautien-Sandbiene (Juli/August) und der Salzastern-Seidenbiene (September/Oktober) gesucht. Die Teilnahme ist bundesweit möglich.
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Natur nah dran
Städte und Gemeinden verwandeln Grünflächen mit Wildpflanzen in insektenfreundliche Blumenwiesen und Säume. Dazu erhalten sie finanzielle Förderung, praxisnahe Schulungen und fachliche Unterstützung. Finanziert vom Landesumweltministerium Baden-Württemberg werden in dem noch bis 2027 laufenden NABU-Projekt „Natur nah dran“ insgesamt 136 Kommunen unterstützt. Die nächste Antragsphase beginnt im Herbst, der Zuschuss beträgt 50 Prozent der Ausgaben und jeweils bis zu 15.000 Euro.
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Insekten Sachsen
Bereits 2010 hat der NABU Sachsen zusammen mit der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt die umfangreiche Citizen-Science-Plattform Insekten Sachsen zur Insektenerfassung ins Leben gerufen. Seit 2016 ist auch die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung an Bord. Inzwischen enthält die Datenbank über eine halbe Million Einträge, außerdem zahlreiche Fotos und Artensteckbriefe.
Stahlblauer Grillenjäger – Foto: Sibille Lehne/www.naturgucker.de
Stadt der Schmetterlinge
Im Mittelpunkt der Aktion „Aurora – Stadt der Schmetterlinge“ des NABU Hamburg und Partnern der öffentlichen Hand steht die insektengerechte Grünflächenpflege, auch in Privatgärten. Praktische Projekte gibt es unter anderem auf der Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe und auf dem Ohlsdorfer Friedhof.
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Infostand Mitte Mai 2024
