Source: DGB – Bundesvorstand13.03.2024
Tarifticker
DGB-Tarifmeldungen vom 12. bis zum 18. März 2024
ver.di ruft die Beschäftigten an den Flughäfen Karlsruhe/Baden Baden und Köln sowie Berlin, Hamburg und Stuttgart für Donnerstag, 14. März 2024, zum ganztägigen Warnstreik auf. Die Gewerkschaft will so den Druck auf die Arbeitgeber vor der 6 Verhandlungsrunde erhöhen. Neuer Rekord: 125 Tage Streik bei der Schrott- und Recyclingfirma SRW metalfloat in Espenhain.
Unsere Tarifmeldungen der Woche für die DGB-Gewerkschaften:
Luftsicherheit: ver.di ruft am Donnerstag zu Streiks an mehreren Flughäfen auf
In der Tarifrunde Luftsicherheit ruft ver.di an den Verkehrsflughäfen Karlsruhe/Baden Baden und Köln die Beschäftigten im Luftsicherheitsbereich, die in der Fluggastkontrolle tätig sind, sowie an den Verkehrsflughäfen Berlin, Hamburg und Stuttgart die Beschäftigten, die in der Fluggastkontrolle, in der Personen- und Warenkontrolle, der Frachtkontrolle und in Servicebereichen tätig sind, am Donnerstag, 14. März 2024, zu ganztägigen Streiks auf.
Mit den Streiks erhöht ver.di den Druck auf die Arbeitgeber der Branche vor der nächsten Verhandlungsrunde, endlich ein deutlich verbessertes einigungsfähiges Angebot vorzulegen.
In den bisher 5 Tarifverhandlungsrunden mit dem Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) wurde bislang keine Einigung zur Erhöhung der Löhne für die bundesweit rund 25.000 Beschäftigten der Branche erzielt werden.
ver.di fordert 2,80 Euro mehr Lohn pro Stunde, höhere Funktionszulagen und Mehrarbeitszuschläge ab der ersten Überstunde bei einer Laufzeit des Tarifvertrages von 12 Monaten. Die Verhandlungen werden am 20. März 2024 fortgesetzt.
Zur ver.di Pressemeldung
Verhandlungsauftakt in der Druckindustrie: ver.di fordert 12 Prozent mehr Geld
Die erste Tarifrunde zwischen der Gewerkschaft ver.di und den Arbeitgebern der Druckindustrie ist am Montagabend, 11. März 2024, ergebnislos zu Ende gegangen. Ver.di fordert 12 Prozent mehr Geld für 110.000 Beschäftigten. Die Arbeitgeber hätten die Forderung abgelehnt, da aus ihrer Sicht 12 Prozent mehr Lohn und Gehalt die Unternehmen überfordern und nicht den notwendigen Spielraum für Investitionen in die Zukunft zulasse würden.
Die 2. Verhandlungsrunde mit dem BVDM findet am 21. März 2024 in Nürnberg statt. Die Friedenspflicht in der Druckindustrie endet am 31. März 2024.
Zur ver.di Pressemeldung
Kalksandsteinindustrie: Forderungen aufgestellt
Die IG BAU hat ihre Forderungen für die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten in der Kalksandsteinindustrie aufgestellt. Sie fordert eine Erhöhung der Entgelte unter Berücksichtigung der vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Inflationsrate sowie höhere Ausbildungsvergütungen. Zusätzlich soll es eine Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 2.600 Euro geben.
Die Vertragslaufzeit soll 12 Monate betragen. Die erste Tarifverhandlung findet am 13. Mai 2024 statt.
Zur Meldung der IG BAU
Neuer Rekord: 125 Tage Streik bei der Schrott- und Recyclingfirma SRW metalfloat
Es ist der längste Streik in der Geschichte der IG Metall: Seit 125 Tagen sind die Beschäftigten der Schrott- und Recyclingfirma SRW metalfloat in Espenhain jetzt im Streik. Sie haben oft weniger als 2.000 Euro brutto im Monat. Nach Jahren falscher Versprechen fordern sie endlich einen Tarifvertrag.
Die IG Metall fordert gemeinsam mit den Beschäftigten bei SRW 8 Prozent mehr Entgelt, eine Erhöhung des Urlaubs- und Weihnachtsgeldes auf je 1.500 Euro und eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit auf 38 Stunden. Der Arbeitgeber verweigert seit August 2023 die Fortführung der Tarifverhandlungen. Nach 5 Warnstreiks stimmten 90 Prozent der IG Metall-Mitglieder bei SRW für einen unbefristeten Streik. Der Streik startete am 8. November und dauert – mit einer Unterbrechung über die Weihnachtsfeiertage – bis heute an.
Zur Meldung der IG Metall
Vorschlagen
Nach oben
