Source: Verdi – Vereinten DienstleistungsgewerkschaftNeben einer Lohnsteigerung von insgesamt 8,8 Prozent wurde auch die gerechtfertigte Forderung nach einer überproportionalen Erhöhung der Ausbildungsvergütung erfolgreich umgesetzt. Für Mitglieder der Gewerkschaft gibt es zukünftig außerdem 100 Euro monatlich zusätzlich.
Die Geschäfte laufen gut – das Unternehmensergebnis für das Geschäftsjahr 2023 wird voraussichtlich das Vorjahr deutlich übertreffen und etwa 4,5 Milliarden Euro erreichen. Angesichts dieser positiven Entwicklung und der gleichzeitig starken Belastungen für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Auszubildenden hatte ver.di eine angemessene Erhöhung der Vergütungen gefordert, die nun erfolgreich durchgesetzt wurde.
„Aufgrund des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine ausgelösten Energieschocks sind die Belastungen und Anforderungen an die Beschäftigten in der Energiewirtschaft massiv gestiegen. Diese Entwicklung betrifft die gesamte Branche und erfordert angemessene Maßnahmen, die durch den Tarifabschluss abgedeckt werden sollen”, erklärt Dagmar Paasch, Verhandlungsführerin von ver.di, die zugleich Landesfachbereichsleiterin für Finanzdienstleistungen, Kommunikation, Technologie, Kultur sowie Ver- und Entsorgung bei ver.di NRW ist. Rückwirkend zum 1. März erhalten RWE-Beschäftigte deshalb nun schrittweise eine Lohnerhöhung von 8,8 Prozent.
Die Kernpunkte der Tarifeinigung
Die Vergütungen steigen in zwei Schritten: Zum 1. März 2024 um 5,8 Prozent und zum 1. Januar 2025 um weitere 3 Prozent für weitere 10 Monate. Der Tarifvertrag hat somit eine Laufzeit von 20 Monaten. Zusätzlich wurde eine Einmalzahlung in Höhe von 1000 Euro brutto bzw. 500 Euro für Auszubildende vereinbart, deren Auszahlung im Sommer 2024 erfolgen soll. Darüber hinaus wurde eine Sonderregelung ausschließlich für Gewerkschaftsmitglieder erzielt, die monatlich 100 Euro bzw. 50 Euro für Auszubildende beträgt. Das besondere: Wer jetzt noch kurzfristig der Gewerkschaft beitritt, erhält den Vorteil ebenfalls. Hier geht es zum Online-Beitrittsformular.
Hartnäckig hat die ver.di Tarifkommission RWE auf eine bessere Vergütung für Auszubildende bestanden. In zwei Erhöhungsschritten werden die Tariflöhne für sie steigen. Zunächst ab 1. März um 5,8 Prozent. Nach 10 Monaten greift die zweite Erhöhung um weitere 3 Prozent für noch einmal 10 Monate.
Bundestarifsekretär Stefan Najda betont, dass dieser Tarifabschluss bei einer Laufzeit von über 18 Monaten nur mit einer Vorteilsregelung von ver.di möglich war und fügt hinzu, dass nun auch in weiteren Tarifbereichen solche Regelungen verhandelt werden sollen.
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Tarifeinigung im RWE-Konzern: Abschluss bringt deutliches Plus vor allem für Gewerkschaftsmitglieder
