Source: DGB – Bundesvorstand02.02.2024
Tarifticker
DGB-Tarifmeldungen vom 29. Januar bis zum 4. Februar 2024
Die Gewerkschaft ver.di hat heute die Beschäftigten im öffentlichen Personennahverkehr zu Warnstreiks aufgerufen. Auch die 2. Runde der Tarifverhandlungen in der Leiharbeit blieb ergebnislos. Ende Februar werden die Verhandlungen fortgesetzt. In der Cigarettenindsutrie wurde ein Tarifergebnis erzielt. Die Löhne steigen in allen Tarifgruppen um 250 Euro.
Unsere Tarifmeldungen der Woche für die DGB-Gewerkschaften:
Warnstreiks im ÖPNV gestartet
Die Gewerkschaft ver.di hat für heute, 2. Februar 2024, die Beschäftigten im kommunalen Nahverkehr zu einem bundesweiten Streik am Freitag aufgerufen. Hintergrund sind die laufenden Tarifverhandlungen für die rund 90.000 Beschäftigten im kommunalen ÖPNV in über 130 kommunalen Unternehmen. “Da jetzt in allen Bundesländern Tarifverhandlungen stattgefunden haben und ohne Ergebnis geblieben sind, ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, um mehr Druck auf die Arbeitgeber zu machen”, betont die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Christine Behle.
Bei der Tarifrunde im kommunalen Nahverkehr geht es vor allem um eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Zu den Kernforderungen gehören Entlastungselemente, in jeweils mehreren Bundesländern: Verkürzung der Wochenarbeitszeit, Erhöhung des Urlaubsanspruches, zusätzliche Entlastungstage für Schicht- und Nachtarbeit sowie Begrenzung geteilter Dienste und unbezahlter Zeiten im Fahrdienst.
Die nächsten Verhandlungsrunden finden zu unterschiedlichen Terminen statt.
Zur ver.di-Pressemitteilung
Tarifrunde Leiharbeit: 2. Runde endet ergebnislos
Am 29. Januar 2024 fand die 2. Tarifverhandlung in der Leiharbeit statt. Der Arbeitgeberverband GVP legte ein völlig unzureichendes Angebot vor, das für die Beschäftigten im Jahr 2024 keine Lohnerhöhung vorsieht. Erst ab 1. Januar 2025 soll es demnach 3,3 Prozent mehr Geld geben. Die DGB-Tarifgemeinschaft fordert 8,5 Prozent mehr. Die Verhandlungen gehen Ende Februar weiter.
Mehr Infos zur Tarifrunde Leiharbeit
Cigarettenindustrie: Tarifabschluss erzielt
Die Arbeitgeber der Cigarettenindustrie haben dem Vorschlag des Schlichters vom 18. Januar 2024 zugestimmt. Damit steigen zum 1. Januar 2024 die Löhne in allen Tarifgruppen um 250 Euro, in allen Ausbildungsjahren um 140 Euro. (*Bei Reemtsma rückwirkend zum 1. Dezember 2023?)
Die Entgelttarifverträge haben eine Laufzeit von zwölf Monaten und sind bereits zum 30. November 2024 kündbar. Die NGG wird daher schon in Kürze mit den Vorbereitungen der nächsten Tarifrunde beginnen, bei der sie dann wieder eine prozentuale Erhöhung fordern wird.
Der neue Tarifvertrag gilt für die rund 6.000 Beschäftigten der vier in Deutschland tätigen Unternehmen Reemtsma, Japan Tobacco International (JTI), British American Tobacco (BAT) und Philip Morris.
Zur Meldung der NGG
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