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Verluste in Milliardenhöhe: Tarifflucht und Lohndumping verursachen enormen finanziellen Schaden!

Verluste in Milliardenhöhe: Tarifflucht und Lohndumping verursachen enormen finanziellen Schaden!

Source: DGB – BundesvorstandInformationen zu Hintergründen und Berechnungen:
Was ist Ziel und Hintergrund der Auswertung?
Mangelnde Tarifbindung kommt die Allgemeinheit teuer zu stehen! Tarifbeschäftigte haben höhere Einkommen als Nichttarifbeschäftigte. Geringere Einkommen bedeuten zugleich weniger Einzahlungen in die Sozialversicherungen (Arbeitslosen-, Renten-, Krankenversicherung), weniger Steuereinnahmen (Einkommensteuer) und weniger Netto bei den Beschäftigten. Wir haben berechnet, wie hoch diese Kosten sind.
Auf welcher Datenbasis?
Für die aktuelle Auswertung haben wir exklusives Datenmaterial der Verdiensterhebung (VE) des Statistischen Bundesamtes erhalten. Die Daten zeigen die Anzahl der nach Tarif bezahlten und nicht nach Tarif bezahlten Beschäftigten und deren Verdienste, sowohl bei Vollzeit- als auch Teilzeitbeschäftigung, pro Bundesland. Das zugrundliegende Datenmaterial wurde als Sonderauswertung nur dem DGB zur Verfügung gestellt. Referenzzeitpunkt der Datenerhebung ist April 2022. Die eigentlichen Berechnungen erfolgten dann durch den DGB.
Welche Grundannahmen wurden getroffen?
Wir untersuchen, wie hoch die Mehreinnahmen bei Einkommensteuern und Sozialabgaben bei einer “100 Prozent Tarifbindung” ausfallen würden. Dabei gehen wir davon aus, dass durchschnittlich nicht tarifgebundene Beschäftigte den/das gleichen Lohn/Gehalt erhalten (würden) wie die durchschnittlich tarifgebundenen Beschäftigten (differenziert nach Voll- und Teilzeit und im jeweiligen Bundesland).
Berechnungsweg
Um den Vergleich zum Status quo herstellen zu können, haben wir mithilfe eines Steuerrechners berechnet, wie hoch die individuellen Beiträge einerseits der tarifgebundenen und andererseits der nicht tarifgebundenen Beschäftigten zu den Sozialversicherungen und zur Einkommensteuer sind und wie hoch der Nettolohn ist.
Die Ergebnisse wurden dann über alle Beschäftigten addiert. Unter Annahme, dass alle Beschäftigten nach Tarif bezahlt werden, wurden dann die gesamten Sozialversicherungseinzahlungen, Steuereinnahmen und das Gesamt-Netto berechnet und mit der vorherigen Situation verglichen.
Weitere Annahmen
Bei der Berechnung der Mehreinnahmen bei Einkommensteuer und Sozialversicherung wurde berücksichtigt, wie sich die Beschäftigten nach der Einkommensteuerstatistik auf die jeweiligen Steuerklassen (I-V) verteilen, um möglichst realistische Zahlen zu gewinnen: etwa 51 Prozent in Steuerklasse 1, 2 Prozent in Steuerklasse 2, 23 Prozent in Steuerklasse 3, 15 Prozent in Steuerklasse 4, 9 Prozent in Steuerklasse 5 (gemäß der Steuerklassenverteilung, Quelle: BMF).
Zusätzliche Annahmen:
1 Kinderfreibetrag, keine Kirchensteuer, ohne geringfügige Beschäftigung

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