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DGB-Tarifmeldungen vom 28. Oktober bis 3. November 2023

DGB-Tarifmeldungen vom 28. Oktober bis 3. November 2023

Source: DGB – Bundesvorstand03.11.2023
Tarifticker
DGB-Tarifmeldungen vom 28. Oktober bis 3. November 2023
Seit Donnerstag, den 2. November 2023, läuft die 2. Runde der Verhandlungen zur Tarif- und Besoldungsrunde der Länder (TdL). Die DGB-Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes fordern 10,5 Prozent mehr Geld, mindestens 500 Euro. Die Beschäftigten in der Lebensmittelindustrie in Sachsen-Anhalt streiken für kürzere Arbeitszeiten und die Mindestlöhne im Dachdeckerhandwerk steigen ab dem 1. Januar 2024.

DGB

Unsere Tarifmeldungen der Woche für die DGB-Gewerkschaften:

Tarifrunde im öffentlichen Dienst der Länder: 2. Verhandlungsrunde läuft
Seit Donnerstag, dem 2. November 2023, läuft die 2. Verhandlungsrunde für die Tarifrunde im öffentlichen Dienst der Länder. Insgesamt sind 3 Verhandlungsrunden geplant. Bisher blieben die Gespräche weitgehend ergebnislos. Die Gewerkschaften drängen auf mehr Tempo in den Verhandlungen und fordern 10,5 Prozent mehr Geld, mindestens aber 500 Euro mehr.
Bei der Länder-Tarifrunde geht es um rund 2,5 Millionen Beschäftigte bei den Bundesländern.
Weitere Informationen:
https://zusammen-geht-mehr.verdi.de/
https://www.gew.de/mehr
www.gdp.de/gdp/gdp.nsf/id/de_tarifrunde-laender-2023
https://igbau.de/Forst-und-Agrarwirtschaft.html#

Lebensmittelindustrie Sachsen-Anhalt: Streiks für kürzere Arbeitszeiten
Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat die Beschäftigten der Ernährungsindustrie Sachsen-Anhalt in dieser Woche zu Streiks aufgerufen. Denn in Sachsen-Anhalt wird für viel weniger Lohn länger gearbeitet als in vergleichbaren Betrieben im Westen. Die Zuschläge sind geringer und die Beschäftigten erhalten weniger Weihnachts- und Urlaubsgeld und weniger freie Tage. Das soll sich jetzt ändern.
Die bisherigen 2 Verhandlungsrunden mit den Arbeitgebern waren erfolglos. Deshalb wollen die Beschäftigten nun mit den Streiks für mehr Bewegung in den Verhandlungen sorgen.
In den Betrieben des Tarifgebietes Ernährungswirtschaft Sachsen-Anhalt arbeiten ca. 3.700 Beschäftigte. Dazu gehören Unternehmen wie die Sektkellerei Rotkäppchen oder der Knäckebrot Hersteller Burger, sowie große Konzernbetriebe von Südzucker, der Schwarz-Produktion (LIDL/Kaufland), Schäfers (Edeka), Döhler, Homann und Hassia Mineralbrunnen.
Zur Meldung der NGG Ost

Tarifrunde Eisen und Stahl 2023 startet
Am 13. November 2023 starten die Tarifverhandlungen in der Stahlindustrie. Die Stahl-Tarifkommissionen fordern 8,5 Prozent mehr Geld, mit einer sozialen Komponente für untere Einkommen, sowie eine Verkürzung der Arbeitszeit von 35 auf 32 Stunden in der Woche, mit Lohnausgleich.
In der Nordwestdeutschen und ostdeutschen Stahlindustrie laufen am 30. November 2023 die bereits gekündigten Entgelttarife und damit auch die Friedenspflicht aus. Ab 1. Dezember 2023 sind Warnstreiks möglich.
Für die Beschäftigten in der saarländischen Stahlindustrie gelten eigene Tarifverträge. Die Entgelttarife sind frühestens zum 29. Februar 2024 kündbar.
Zur Meldung der IG Metall
Dachdeckerhandwerk: Höhere Mindestlöhne ab 2024
Die IG BAU hat für die Beschäftigten im Dachdeckerhandwerk höhere Mindestlöhne ausgehandelt. Für qualifizierte Arbeitnehmer*innen beträgt der Mindestlohn ab dem 1. Januar 2024 15,60 Euro und steigt zum 1. Januar 2025 auf 16,00 Euro pro Stunde.
Für ungelernte Arbeitnehmer*innen müssen ab dem 1. Januar 2024 mindestens 13,90 Euro pro Stunde gezahlt werden und ab dem 1. Januar 2025 14,35 Euro pro Stunde.
Der Mindestlohn ist das Mindeste, aber besser sind Tariflöhne und seit dem 1. Oktober 2023 gilt die zweite Stufe der vereinbarten Tariflohnerhöhung im Dachdeckerhandwerk. Alle Dachdeckergesellen in tarifgebundenen Betrieben, die IG BAU-Mitglied sind, erhalten den bundesweiten Tariflohn von 21,12 Euro je Stunde.
Zur Meldung der IG BAU

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