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Krankenhäuser in Not: Es braucht dringend Schutz vor Insolvenzen

Krankenhäuser in Not: Es braucht dringend Schutz vor Insolvenzen

Source: Verdi – Vereinten DienstleistungsgewerkschaftJedes fünfte deutsche Krankenhaus ist laut DKG in den kommenden Jahren von einer Schließung bedroht. Dabei gehe es nicht nur um finanzielle Fragen. „Wir werden auf absehbare Zeit gar nicht mehr das Personal haben, die bisherigen Strukturen unverändert aufrecht zu erhalten“, erklärte der Chef der DKG, Gerald Gaß, am Montag gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Dabei hätten die Krankenhäuser „längst akzeptiert, dass wir Standorte zusammenlegen, umgestalten oder schließen müssen“. Laut Statistischem Bundesamt gab es in Deutschland im Jahr 2021 rund 1900 Kliniken.
Sylvia Bühler forderte deshalb bei der Kundgebung vor dem Berliner Hauptbahnhof, die Bundesregierung müsse den Krankenhäusern mit einem kurzfristigen Zuschuss von mindestens zehn Milliarden Euro unter die Arme greifen, um die flächendeckende Versorgung zu sichern. „Die Entscheidung über die Zukunft des Gesundheitswesens darf nicht dem Bundesfinanzminister überlassen werden. Krankenhäuser sind ein elementar wichtiger Teil der Daseinsvorsorge, diese darf nicht zur Debatte stehen, weil Herr Linder andere fiskalische Prioritäten setzen will.“
Bund und Länder stünden in der Verantwortung. „Die Bundesländer müssen endlich ihrer Pflicht nachkommen, notwendige Investitionen vollständig zu finanzieren. Versichertenbeiträge, die für die Krankenversorgung und das Personal gedacht sind, dürfen nicht länger für Investitionen in Gebäude und Geräte zweckentfremdet werden“, forderte die gewerkschafterin. An Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) appellierte sie, Ernst zu machen mit der angekündigten Abkehr vom ökonomisierten Fallpauschalensystem. „Die Fallpauschalen, DRGs, gehören komplett ersetzt durch eine bedarfsgerechte Finanzierung.“

MIL OSI