Source: DGB – Bundesvorstand
13.06.2023
Tarifticker
DGB-Tarifmeldungen vom 9. bis 16. Juni
Die IG Metall hat die Tarifverhandlungen über eine Inflationsausgleichsprämie für Leihbeschäftigte in der Metall- und Elektroindustrie für gescheitert erklärt. Die Arbeitgeber verweigern die Zahlung der Prämie. Die Gewerkschaft fordert die gleiche Prämie, wie sie auch die Stammbeschäftigten erhalten. In der Süßwarenindustrie gehen die Warnstreiks inzwischen weiter. Seit Anfang der Woche streiken die Beschäftigten in Nordrhein-Westfalen für höhere Löhne.
DGB/Hans-Christian Plambeck
Unsere Tarifmeldungen der Woche für die DGB-Gewerkschaften:
Tarifrunde Leiharbeit: Verhandlungen zur Inflationsprämie gescheitert
Die IG Metall hat die Tarifverhandlungen über eine Inflationsausgleichsprämie für Leihbeschäftigte in der Metall- und Elektroindustrie für gescheitert erklärt. Die Gewerkschaft fordert für die 180.000 in der Metall- und Elektroindustrie eingesetzten Leihbeschäftigten eine Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 3000 Euro, wie sie auch die Stammbeschäftigten erhalten. Das verweigern die Arbeitgeber. Der Tarifvertrag über Branchenzuschläge läuft nun zum Ende des Monats aus.
Bundesweit hatten sich bereits mehrere Tausend Beschäftigte in den vergangenen Wochen bei Aktionen für eine Inflationsausgleichsprämie auch für Leihbeschäftigte eingesetzt. Auch viele Stammbeschäftigte der Metall- und Elektroindustrie beteiligten sich solidarisch. Für diese Woche hat die IG Metall weitere Proteste geplant.
Zur Meldung der IG Metall
Weitere Warnstreiks in der Süßwarenindustrie
Am 12. Juni haben rund 500 Kolleg*innen beim Süßwarenhersteller August Storck in Halle (Westfalen) die Arbeit niedergelegt. Und auch bei Haribo standen die Fließbänder still. Im Rahmen der bundesweiten Streikwelle in der deutschen Süßwarenhersteller rief die NGG bei Storck in Halle und bei Haribo in Neuss zum ganztägigen Warnstreik auf. Am 13. Juni geht es mit weiteren Streikaktionen in Aachen weiter. Dort sind die Beschäftigten von Lindt, Lambertz, Solent und Bon Gelati zum Streik aufgerufen.
Die NGG-Tarifkommission hatte Ende Mai zu flächendeckenden Streiks in der deutschen Süßwarenindustrie aufgerufen, nachdem die Arbeitgeber in der zweiten Verhandlung ein inakzeptables Angebot vorgelegt hatten.
Die Gewerkschaft NGG fordert für die Beschäftigten der im Bundesverband der Süßwarenindustrie (BDSI) organisierten Unternehmen 500 Euro mehr pro Monat in den unteren Tarifgruppen A bis E und 400 Euro mehr pro Monat in allen anderen Tarifgruppen. Auszubildende sollen 200 Euro mehr pro Monat bekommen sowie eine Fahrtkostenpauschale von 50 Euro. Die Laufzeit des neuen Entgelttarifvertrags soll 12 Monate betragen.
Zur Meldung der NGG-NRW
Kalksandsteinindustrie: Sechs Prozent mehr Geld für die Beschäftigten
In der dritten Tarifverhandlungsrunde haben sich die IG BAU und die tarifgebundenen Unternehmen der Kalksandsteinindustrie auf einen Tarifvertrag geeinigt. Die Einkommen steigen in zwei Schritten um insgesamt 185 Euro. Das Entspricht einer Entgeltsteigerung von sechs Prozent. Rückwirkend zum 1. Juni 2023 steigen die Löhne und Gehälter um 3,8 Prozent (entspricht 116 Euro in der E6a)und zum 1. Januar 2024 um weitere 2,2 Prozent (entspricht 69 Euro in der E6a). Zusätzlich gibt es eine Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 400 Euro, die in zweit Raten ausgezahlt werden.
Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis zum 31. Mai 2024.
Zur Meldung der IG BAU
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