Post

Klein, aber oho!

Klein, aber oho!

Source: NABU – Naturschutzbund DeutschlandAnleitung für einen Miniteich

Oft ist für eine ausgiebige Teichlandschaft im Garten kein Platz. Eine gute Alternative ist der Miniteich. Er ist eine gern genutzte Wasserquelle für Insekten und Vögel und bietet gerade an heißen Tagen den so dringend benötigten Hitzeausgleich.

Auch im Miniteich lassen sich verschiedene Wassertiefen herstellen. Dazu müssen nur ein paar Steine in das Gefäß gelegt werden.
Materialien
Gefäß (Trog oder Fass, Badewanne, Terrakottatopf)
eventuell Teichfolie zum Abdichten, 0,5 mm stark
gewaschenen Kies
große Steine, Pflastersteine
Pflanzkörbe (Teichpflanzentöpfe)
Pflanzen
Wasser (Regenwasser oder leicht saures Leitungswasser)

So wird der Miniteich gebaut:
Miniteich im Querschnitt – Illustration: NABU/ Anne Quadflieg

1. Geeigneten Standort wählen Der Standort eines Miniteiches ist entscheidend. Er sollte maximal sechs bis sieben Stunden in der Sonne stehen, damit sich das Wasser nicht zu sehr aufwärmt. Hat man einen guten Platz gefunden, kann es auch schon losgehen. Eventuelle Unebenheiten sollten mit Keilen oder Steinen ausgeglichen werden.
2. Das richtige Gefäß muss her Als Gefäß eignet sich fast jede wasserdichte Wanne oder Trog. Halbe Holzfässer sind der Klassiker, genau wie Zinkbadewannen. Sollte das Gefäß nicht ganz wasserdicht sein: Mit einer Teichfolie kann man sich behelfen. Für ein halbes Fass braucht man circa vier Quadratmeter. Damit man keine Folie verschwendet, befüllt man das Gefäß mit Wasser bevor man die Folie zuschneidet, so schmiegt sich die Folie optimal an und man hat keine unnötigen Falten. Hat man die Folie eingelegt, muss das Wasser zunächst wieder raus.
3. Verschiedene Höhen einbauen Danach modelliert man mit Backsteinen die verschiedenen Höhenstufen. Je nach Pflanze werden unterschiedliche Höhenstufen benötigt.
4. Pflanzen einsetzen Passende Pflanzen kauft man am besten im Fachhandel, hier bekommt man heimische Wasserpflanzen in guter Qualität. Damit die Pflanzen auch gut stehen bleiben und nicht wegschwimmen, sollte man etwas vom Kies unten in den Pflanzkorb geben. Die Pflanzen werden nun aus ihren Töpfen genommen und in den Pflanzkorb gestellt. Ringsum wird wieder Kies eingefüllt und der Korb wird auf die mit Pflastersteinen modellierte Stufe gestellt: Je nach Pflanze sind diese unterschiedlich hoch – die richtigen Höhen stehen unten in der Liste.
5. Backsteine kaschieren Wenn alle Pflanzen einen Platz gefunden haben, wird der restliche Kies zum Kaschieren der Backsteine genutzt. Die Pflanzen sortiert man der Größe nach von hinten nach vorne absteigend.
6. Wasser marsch Nun kann Wasser eingefüllt werden. Am besten ist Regenwasser, Leitungswasser tut es aber auch. Wer sich unsicher beim pH-Wert seines Wassers ist, kann in der Apotheke Messstreifen besorgen und nachmessen. Mittel bis leicht säuerlich gefällt den Pflanzen am besten. Das Wasser nun vorsichtig einlaufen lassen und schon ist der Miniteich fertig.
Pflanzen
Wassertiefe 5-10 Zentimeter
Blutweiderich (Lythrum salicaria)
Froschlöffel (Alisma plantago-aquatica)
Sumpfdotterblume (Caltha palustris)
Sumpfvergissmeinnicht (Myosotis palustris)
Sumpfblutauge (Potentilla palustris)
Wassertiefe 10-20 Zentimeter
Echte Brunnenkresse (Nasturtium officinale)
Kleiner Rohrkolben (Thypha minima)
Pfeilkraut (Sagittaria sagittifolia)
Schmalblättriger Froschlöffel (Alisma plantago-aquatica)
Sumpf-Schwertlilie (Iris pseudacorus)
Wasserminze (Mentha aquatica)
Wassertiefe 20-50 Zentimeter
Froschbiss (Hydrocharis morsus-ranae)
Seekanne (Nymphoides peltata)
Tannenwedel (Hippuris vulgaris)
Wasserhahnenfuß (Ranunculus aquaticus)

Mehr zum Thema

Verwandte Themen

MIL OSI