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DGB-Tarifmeldungen vom 15. bis 21. April

DGB-Tarifmeldungen vom 15. bis 21. April

Source: DGB – Bundesvorstand18.04.2023
Tarifticker
DGB-Tarifmeldungen vom 15. bis 21. April
In der Tarifrunde für die rund 2,5 Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen hat die Schlichtungskommission ihre Beratungen beendet und eine Empfehlung ausgesprochen, auf deren Grundlage die Tarifverhandlungen am 22. April fortgesetzt werden. Die EVG hat vor ihrer nächsten Verhandlungsrunde ihre Mitglieder in allen rund 50 Unternehmen, in denen derzeit Tarifverhandlungen geführt werden, zu Warnstreiks am 21. April aufgerufen.

DGB/Hans-Christian Plambeck

Unsere Tarifmeldungen der Woche für die DGB-Gewerkschaften:
Bahn-Tarifrunde 2023: EVG ruft zu Warnstreiks auf
Die EVG hat ihre Mitglieder in allen rund 50 Unternehmen, in denen derzeit Tarifverhandlungen geführt werden, aufgerufen, am kommenden Freitag, den 21. April, in der Zeit von 3:00 Uhr bis 11:00 Uhr erneut die Arbeit niederzulegen. Grund dafür sind die weiterhin stockenden Tarifverhandlungen ziwschen der EVG und der Deutschen Bahn. Die nächste Verhandlungsrunde findet am 25. April statt.
Die EVG fordert mindestens 650 Euro mehr Geld, alternativ 12 Prozent, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Aus Sicht der Gewerkschaft ignoriert die Bahn bisher die Forderungen der Beschäftigten und möchte einen Tarifabschluss auf Basis des Schlichterspruchs im öffentlichen Dienst erzielen. Das lehnt die EVG ab.
„Wir verhandeln für die Kolleginnen von Bus und Bahn. Insofern erwarten wir, dass von der Deutschen Bahn nicht Empfehlungen an andere Gewerkschaften abgeschrieben werden, sondern konkret auf unsere Forderungen eingegangen wird. Das muss Grundlage unserer Verhandlungen am nächsten Dienstag sein“, machte der EVG-Tarifvorstand Kristian Loroch fest deutlich. 
Zur Meldung der EVG
Tarifrunde öffentlicher Dienst von Bund und Kommunen: Schlichtungskommission gibt Empfhelung ab
Am 14. April wurden die Beratungen der Schlichtungskommission für die rund 2,5 Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen beendet. Dieser beinhaltet einen steuer- und abgabenfreien Inflationsausgleich von insgesamt 3000 Euro. Beginnend mit einer Sonderzahlung im Juni 2023 in Höhe von 1240 Euro sowie weiteren monatlichen Sonderzahlungen in Höhe von 220 Euro.
Die Tabellenentgelte sollen ab dem 1. März 2024 zunächst um 200 Euro (Sockelbetrag) und anschließend um 5,5 Prozent erhöht werden. Soweit dabei keine Erhöhung um 340 Euro erreicht wird, wird der betreffende Erhöhungsbetrag auf 340 Euro gesetzt.
Studierende, Auszubildende sowie Praktikantinnen und Praktikanten sollen im Juni 2023 ein Inflationsausgleichsgeld von 620 Euro und ab Juli 2023 bis Februar 2024 monatlich 110 Euro erhalten. Die Ausbildungsvergütungen werden für sie ab März 2024 um 150 Euro angehoben.
Für Beschäftigte, die unter den TV-N (Nahverkehr) der kommunalen Arbeitgeberverbände in Baden-Württemberg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz fallen, sollen sich die Tabellenentgelte um 200 Euro (Sockelbetrag) und anschließend um 5,5 Prozent erhöhen. Die Erhöhung beträgt in jedem Fall 340 Euro.
Die Laufzeit des Tarifvertrags soll 24 Monate betragen.
Auf Basis dieser Empfehlung werden die Tarifparteien am 22. April 2023 die Tarifverhandlungen in Potsdam wieder aufnehmen. Zuvor wurde das Schlichtungsverfahren aufgrund der gescheiterten Tarifverhandlungen am 30. März 2023 aufgenommen.
Zur ver.di Pressemitteilung
Tarifrunde Textile Dienste 2023: IG Metall fordert acht Prozent mehr Geld
Die IG Metall hat die Forderungen für die am 8. Mai startende Tarifrunde für die rund 23.000 Beschäftigten in den Textilen Diensten beschlossen. Die Gewerkschaft fordert eine Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütung um acht Prozent, mindestens aber 300 Euro, für eine Laufzeit von 12 Monaten. Zusätzlich sollen die ostdeutschen Einkommen ans Westniveau angeglichen werden.
Die Tarifverträge laufen am 31 Mai aus. Dann endet auch die Friedenspflicht.
Zur Meldung der IG Metall
Kfz-Tarifrunde 2023: Weiterhin kein angemessenes Arbeitgeberangebot
Trotz bundesweiter Warnstreiks und der Mobilisierung von rund 18 000 Beschäftigten haben die Arbeitgeber zum Start der zweiten Runde der Tarifverhandlungen im Kfz-Handwerk in Niedersachsen ihr altes Angebot von der ersten Verhandlungsrunde vorgelegt: zweimal drei Prozent mehr Geld, bei einer Laufzeit von 24 Monaten. Die IG Metall fordert eine Erhöhung der Entgelte um 8,5 Prozent über eine Laufzeit von 12 Monaten – sowie eine überproportionale Erhöhung der Vergütungen für Auszubildende.
Die nächste Verhandlung findet am Freitag in Baden-Württemberg statt. Die IG Metall macht weiter Druck mit Warnstreiks.
Zur Meldung der IG Metall

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