Source: NABU – Naturschutzbund DeutschlandDie Aktion „Apfelblütenland“ veranschaulicht den Einzug des Frühlings
Die Apfelblüte signalisiert den phänologischen Vollfrühling. Dieser beginnt nicht jedes Jahr zum gleichen Datum. Und die Äpfel blühen vor allem auch nicht überall gleichzeitig. Aber spätestens bis Ostern werden sich in den milden Lagen die Blüten öffnen. Den Anfang machte der Oberrhein.
Apfelblüten – Foto: Helge May
30. März 2023 – Es ist soweit: Aus Denzlingen bei Freiburg wurde die erste bestätigte Apfelblüte gemeldet. Damit hat wenig überraschend auch dieses Jahr der südliche Oberrhein die Nase vorn. Wie weit die Blüte bis Ostern nach Norden vorankommt, bleibt abzuwarten. Allzu warm soll es in der Karwoche nicht werden.
23. März 2023 – Wenn die Apfelbäume blühen, dann hat der Frühling endgültig Einzug gehalten. „Vollfrühling“ nennen das die Experten. Wie es um den Frühling bestellt ist, zeigt die SWR-Aktion „Apfelblütenland“, die 2023 bereits zum 18. Mal stattfindet.Der früheste im Rahmen der Aktion gemeldete Blühbeginn war bisher der 23. März. Im Frühjahr 2022 kam die erste Meldung am 25. März aus Denzlingen bei Freiburg, also ganz am Rekord. Bald darauf lagen auch aus Karlsruhe und hoch bis Köln Beobachtungen vor. 2023 hat demgegenüber etwas Verzug, noch ist keine Apfelblüte unmittelbar absehbar.Nachdem rund um Silvester reihenweise Wärmerekorde gebrochen wurde, ist es gottseidank nicht genauso weiter gegangen. Viele Pflanzenarten unserer Breiten brauchen eine längere Ruheperiode mit niedrigen Temperaturen, um dann im Frühjahr neu durchstarten zu können. Das gilt auch für Apfelbäume.
Basisinfos zur Aktion Apfelblütenland
Vier Jahreszeiten hat das Jahr. Ist doch klar, oder? Tatsächlich lässt sich das Jahr auch anders einteilen, zum Beispiel nach Naturphänomenen, genauer: nach dem Blühen und Reifen der Pflanzen. Doch wann kommt dann der Frühling? Spätestens wenn die Apfelbäume zu blühen beginnen, hat der Frühling endgültig Einzug gehalten. Mit der Aktion soll die Geschwindigkeit des Frühlings gemessen werden – mit Ihrer Hilfe. Die Apfelblüte signalisiert den phänologischen Vollfrühling. Dieser beginnt nicht jedes Jahr zum gleichen Datum. Und die Äpfel blühen vor allem auch nicht überall gleichzeitig.Genau diese natürlichen Schwankungen machen die Sache aber für die Wissenschaft besonders spannend. Klimaänderungen etwa lassen sich so über Jahre und Jahrzehnte besonders gut und ohne komplizierte Messinstrumente festhalten. Der SWR ruft deshalb 2023 zum 18. Mal zur großen Mitmachtaktion „Apfelblütenland“ auf, an der Naturfreunde bundesweit teilnehmen können.
Apfelblütenknospen – Foto: Helge May
Das Prinzip ist ganz einfach: Jeder Teilnehmer sucht sich einen Apfelbaum in seiner Nähe und meldet es per Mailformular, wenn dieser zu blühen beginnt, wenn er voll in Blüte steht und schließlich noch einmal, wenn er verblüht. Im Internet gibt es dazu eine kurze Anleitung.Die Daten der Apfelblüten-Sichtungen werden gespeichert und in Kooperation mit dem Deutschen Wetterdienst, der TU München, dem Meteorologischen Institut der Universität Bonn und der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) wissenschaftlich ausgewertet. Damit erhalten die Wissenschaftler erstmals so umfangreiches Datenmaterial.Auf der Aktionsseite wird das Voranschreiten des Frühlings auf einer großen Karte dargestellt. Darauf sind die 89 Naturräume Deutschlands dargestellt. Sobald aus einem Naturraum Meldungen vorliegen, wird dieser in der Farbe für Blühbeginn, Vollblüte und Verblühen dargestellt. Im langjährigen Durchschnitt legt der Apfelblüten-Frühling auf seinem Weg pro Tag rund 40 Kilometer zurück.
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