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Schleiereulen-Webcam

Schleiereulen-Webcam

Source: NABU – Naturschutzbund DeutschlandNachwuchs im Nistkasten

Trotz ihrer Nähe zum Menschen, sieht man Schleiereulen nur selten. Die nachaktiven Jäger ziehen sich tagsüber gerne in alte Gebäude zurück. Hier nisten sie auch am liebsten. Die Webcam liefert spannende Einblicke in einen Schleiereulen-Nistkasten in der Ukraine.

Was passiert mit den NABU-Projekten in der Ukraine und Russland?
Der NABU ist seit seiner Gründung international tätig, wir sind krisenerprobt. Wir wollen versuchen, unsere Naturschutzprojekte in der Ukraine und Russland, zu denen auch die Schleiereulen-Webcam gehört, soweit wie möglich aufrecht zu erhalten. Wir sind überzeugt: Auch dieser Krieg kann dauerhaft nur durch Austausch und Dialog beigelegt werden. Der Krieg in der Ukraine muss sofort enden – für Mensch und Natur.
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Blick in den Nistkasten

Blick von außen

Weitere Schleiereulen-Webcam

Schleiereulen-Schutz in der Ukraine
Unser Schleiereulen-Nistkasten befindet sich in Transkarpatien, im Westen der Ukraine. Gemeinsam mit unserem Partner USPB, Ukrainian Society for the Protection of Birds, setzen wir uns vor Ort für den Schutz und die Erhaltung der Schleiereulen-Population ein, installieren Nistkästen und erforschen das Brutverhalten der lokal gefährdeten Art.In der Roten Liste der Ukraine werden Schleiereulen (Tyto alba) als „gefährdet“ eingestuft. Demnach werden nur noch rund 30 Brutpaare im ganzen Land geschätzt – und ihr Bestand sinkt. Einer der Hauptgründe dafür ist der Mangel an geeigneten Brutplätzen durch Zerstörung, Umbau und Modernisierung alter Gebäude, die wertvolle Rückzugs- und Nistplätze für Schleiereulen bieten.Transkarpatien ist das wichtigste Brutgebiet für Schleiereulen in der Ukraine. Die Region im Westen des Landes ist die Kinderstube für Zweidrittel aller Brutpaare. Deshalb schafft USPB genau hier geeignete Nistplätze. 2021 wurden im Rahmen des Projekts 50 Nistkästen in Dachböden, Scheunen und unter Vordächern angebracht. Mit Erfolg: Es gibt Nachwuchs in den Nistkästen!
Installation der Nistkästen

Ein Team von erfahrenen Ornithologen unterstützte das Projekt beim Anbringen der Nistkästen. – Foto: NABU/ USPB

Das Anbringen der Nistkästen in entlegenen Ecken alter Gebäude ist keine leichte Aufgabe. – Foto: NABU/ USPB

Mit Stirnlampen und Leitern kletterte das Team auch in schwer erreichbare Winkel. – Foto: NABU/ USPB

Da ist Ausdauer und Muskelkraft gefragt. – Foto: NABU/ USPB

Verlassene Türme wie dieser sind ideale Nistplätze für Schleiereulen. – Foto: NABU/ USPB

Und siehe da: Beim Besteigen des Turm begegnet das Team tatsächlich einer Schleiereule. – Foto: NABU/ USPB

Wo ist der Nistkasten versteckt? – Foto: NABU/ USPB

Schleiereulen-Nistkasten auf Tour. – Foto: NABU/ USPB

Hier entsteht unser Webcam-Nistkasten. – Foto: NABU/ USPB

Perspektivwechsel: So sieht übrigens unsere Webcam aus. – Foto: NABU/ USPB

Wir danken unseren ukrainischen Partnern vor Ort, insbesondere Projekkoordinator Vasyl Mochan und den Ornithologen Dr. Yuriy Kuzmenko, Leonid Pokrytiuk und Evgen Man für ihren unermüdlichen Einsatz beim Anbringen und Kontrollieren der Schleiereulen-Nistkästen!

Highlights
Ganz die Mama
Schleiereulen-Nachwuchs im Nistkasten in Transkarpatien – Foto: NABU/USPB

Mal kurz an die frische Luft

Kinder, Essen!

19 Uhr: Zeit für „morgendliche“ Streckübungen

Teamwork in der Elternschaft

Gemeinsame Zeit im Nistkasten

Was gibt’s da draußen zu sehen?

Familienglück vor dem Nistkasten

Streckenübungen, ganz wie die Eltern

Geschwister necken sich eben gern

FAQ

Wieso sind die Küken so unterschiedlich groß?

Ab April/Mai legen Schleiereulen vier bis zehn langovale, weiße Eier ins Nest. Da sie alle zwei bis drei Tage ein Ei legen und ab dem ersten Ei zu brüten beginnen, schlüpfen die Jungen asynchron und es finden sich unterschiedlich entwickelte Jungvögel im Nest.

Wo gibt es Schleiereulen?

Die Schleiereule ist in fast allen Regionen der Erde verbreitet. Im Norden reicht das Verbreitungsgebiet bis zur borealen Zone und nach Süden bis in die Tropen und in Wüstengebiete. In Mitteleuropa ist sie ein verbreiteter Brutvogel tief gelegener, relativ waldarmer Siedlungsgebiete.

Wie geht es den Schleiereulen in Deutschland?

Gute Nachrichten: In Deutschland wird die Schleiereule als „nicht gefährdet“ eingestuft. Hierzulande brüten wieder zwischen 11.000 und 17.000 Paare. Nachdem die Schleiereule in den 70er Jahren als stark gefährdet galt, konnten sich ihre Bestände dank gezielter Schutz- und Hilfsmaßnahmen stabilisieren. 1977 wurde die Schleiereule zum Vogel des Jahres gewählt. Damit es den Schleiereulen in Deutschland weiterhin gut geht, ist es wichtig ihre Rückzugs- und Nistplätze zu bewahren und ihre Beutetiere und Jagdgebiete zu erhalten.

Was hilft den Schleiereulen?

Besonders Kirchen und Bauernhöfe in ländlicher Umgebung spielen dabei eine zentrale Rolle – Eulenfreundliche Gebäude und Nistkästen bieten den Schleiereulen wichtige Rückzugsorte und Brutplätze. Für den langfristigen Schutz der Art sind reich strukturierte Kulturlandschaft mit reduzierter Ausbringung an Bioziden entscheidend. Das käme auch vielen anderen Arten der offenen Feldflur zugute, so auch den Beutetieren der Schleiereule wie Wühl- oder Spitzmäusen.

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