Source: Auswärtiges Amt
Vor ihrer Reise nach Nouakchott und Bamako erklärte Staatsministerin Katja Keul heute (05.03.):
Der Sahel wird weiter von Terrorismus und Instabilität bedroht. Wir werden die Menschen dort nicht allein lassen. Wir bleiben in der Region umfassend engagiert. Aber wir richten unser Engagement neu aus.
Dazu zählt, dass wir unsere Zusammenarbeit mit Mauretanien ausbauen. Das Land ist ein stabiler Partner in einer instabilen Region. Es verfolgt einen Kurs wirtschaftlicher und politischer Reformen und setzt sich für die regionale Zusammenarbeit sowie für Frieden und Sicherheit ein.
Den Einsatz der Bundeswehr bei der Stabilisierungsmission der Vereinten Nationen in Mali werden wir 2024 beenden. Unsere oberste Priorität bleibt dabei die Sicherheit unserer Soldatinnen und Soldaten sowie deren Möglichkeit ihr Mandat zu erfüllen. Deshalb werde ich in Mali sehr deutlich einfordern, dass die dortige Regierung die dafür nötigen Rahmenbedingungen vollumfänglich garantiert.
Als verantwortlicher internationaler Partner setzen wir die Neuausrichtung unseres Engagements nicht überstürzt, sondern mit genügend Vorlauf und in enger Abstimmung mit unseren Partnern um.
Die Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Katja Keul, reist vom 05. bis 09. März nach Nouakchott (Mauretanien) und Bamako (Mali).
In Nouakchott wird sie sich mit Vertreterinnen und Vertretern der Regierung, des Parlaments und der Zivilgesellschaft über die Intensivierung der deutsch-mauretanischen Beziehungen und über gesellschaftliche Entwicklungen in Mauretanien austauschen.
In Mali wird sie neben Vertreterinnen und Vertretern der Transitionsregierung und der malischen Zivilgesellschaft Angehörige des deutschen Einsatzkontingents der Bundeswehr sowie Durchführungsorganisationen der deutschen Zusammenarbeit in den Bereichen Entwicklung und Stabilisierung treffen. Sie wird zudem eine von Deutschland ko-finanzierte Peacekeeping-Schule besuchen, die Menschen aus der Region für Einsätze in Friedensmissionen der Vereinten Nationen vorbereitet.
Die Bevölkerung im Sahel leidet fast täglich unter Angriffen durch islamistische Gruppen. Besonders betroffen ist das Grenzdreieck Mali – Niger – Burkina Faso. Weite Gebiete sind nicht oder nur in geringem Maße unter staatlicher Kontrolle. Fast 15 Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Immer mehr Menschen sind auf der Flucht. Die Folgen des Klimawandels, Extremwetterereignisse, steigende Preise auf Nahrungsmittel und Rohstoffe infolge des russischen Angriffskrieges in der Ukraine verschärfen die Lage zusätzlich.
