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So machen Sie Glasscheiben vogelsicher

So machen Sie Glasscheiben vogelsicher

Source: NABU – Naturschutzbund DeutschlandTipps gegen Vogelschlag an Glas

Ein Aufprall gegen eine Fensterscheibe kann für Vögel tödlich enden, denn für sie ist Glas unsichtbar. Allein in Deutschland sterben jedes Jahr etwa 100 Millionen Vögel an den Folgen solch eines Zusammenstoßes. Dabei wäre es so einfach, diese Unfälle zu vermeiden.

Dieses Rotkehlchen überlebte den Aufprall gegen ein Fenster leider nicht. – Foto: Stephan Bosch

Viele Vögel leben in der Nähe des Menschen oder halten sich zur Zugzeit bei uns auf. Dadurch tragen wir eine besondere Verantwortung, Lebensräume auch für unsere gefiederten Freunde sicher zu gestalten. Denn für viele Vögel werden Fenster zum Verhängnis. Pro Jahr sterben etwa 100 Millionen Vögel in Deutschland durch Kollisionen mit Glasscheiben. Sie nehmen Glas nicht wahr und glauben, hindurch fliegen zu können. Spiegelungen in Fensterscheiben täuschen einem Vogel Silhouetten von Bäumen und Büschen oder den freien Himmel vor. Nachts ziehende Vögel fliegen zudem häufig gegen von innen beleuchtete Fenster, vor allem an höheren Gebäuden.
Um solche Unfälle von Rotkehlchen, Singdrossel und Co. zu verhindern, müssen Glasscheiben für sie sichtbar sein. Zum einen kann man kreativ werden und in seinem Eigenheim, in der Firma oder der Schule gestalterische Akzente setzen. Zum anderen sind auch Architekt*innen und Bauverantwortliche gefragt, vogelfreundliche Lösungen anzuwenden.
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Glasklare Lösungen bereits während der Bauplanung
Bei jedem neuen Gebäude sollten Planer*innen und Architekt*innen darauf achten, dass für Vögel keine gefährlichen Situationen entstehen, zum Beispiel durch verglaste Hausecken oder Balkongeländer. Außerdem müssen Spiegelungen durchbrochen werden, indem volltransparente Glasflächen beispielsweise mit Markierungen ausgestattet oder durch Milchglas, Siebdrucke oder Glasbausteine ersetzt werden.
Große Glasflächen werden durch davor angebrachten Sonnenschutz durch sogenannte Brise-Soleil für Vögel sichtbar gemacht. Vor allem in der direkten Umgebung größerer Glasflächen hilft der Verzicht auf attraktive Vegetation, um Vögel nicht in die Nähe der Glasfronten zu locken.

Vogelfreundliche Glasarchitektur – Foto: Klemens Steiof

Weniger Beleuchtung in Innenräumen sowie im Außenbereich von Gebäuden reduziert nicht nur das Anflugrisiko und die Irritation von Vögeln und Insekten, sondern schont auch den eigenen Geldbeutel. Schon während der Bauplanung sollten zahlreiche kreative Möglichkeiten beachtet werden, um vogelfreundliche Gebäude zu gestalten.
Auch Bestandsgebäude lassen sich vogelfreundlich nachrüsten. An bestehenden Glasflächen können unterschiedliche Vogelschutzmarkierungen zum Einsatz kommen, die nachträglich auf die Außenseite angebracht werden. Dadurch werden sie von Vögeln auch dann erkannt, wenn sich die Umgebung in den Glasscheiben spiegelt. Senkrechte Linien und Punktmuster haben sich bisher besonders bewährt.
Als preiswerteste Lösungen bieten sich halbtransparente („milchige“) Klebestreifen, Schnurvorhänge oder Fliegengitter an. Damit die Markierungen besonders gut schützen, gibt es einige Faustregeln.
Merkformel für Vogelschutzmarkierungen

Bei den Markierungselementen sollte die Handflächen-Regel beachtet werden. – Fotos: Kathy Büscher, Catherina Schlüter

Die Wiener Umweltanwaltschaft (WUA) untersucht seit vielen Jahren in standardisierten Flugtunnelversuchen Glasmarkierungen auf ihre Wirksamkeit zur Verhinderung von Vogelschlag. Aus den wissenschaftlichen Prüfungen sind Faustregeln für die Anbringung von Vogelschutzmarkierungen abgeleitet worden, die besonders gut schützen.
Die Handflächen-Regel besagt, dass die Abstände zwischen Markierungselementen nicht größer als eine Hand breit sein sollten, damit ein Vogel nicht versucht, durch die vermeintliche Lücke hindurchzufliegen. Aus demselben Grund sind Markierungen für eine hohe Schutzwirkung auch über die gesamte Fläche der Glasscheibe anzubringen. Unter den Farben wird orange unter vielen Bedingungen besonders gut wahrgenommen. Um Spiegelungen zu durchbrechen, sind Markierungen außerdem stets von außen auf die Glasscheiben anzubringen.

Drei Millimeter breite Linien bei drei Zentimeter Kantenabstand – Foto: Klemens Steiof

Entscheidet man sich für ein Linienmuster, müssen senkrechte Linien mindestens fünf Millimeter breit sein, bei maximal zehn Zentimetern Kantenabstand. Waagerechte Linien müssen mindestens drei Millimeter breit sein, bei maximal drei Zentimetern Kantenabstand. Bei bis zu fünf Zentimetern Kantenabstand müssen die Linien fünf Millimeter breit sein.
Vogelfreundliche Lösungen
Sowohl für den Neubau als auch für Bestandsgebäude gibt es zahlreiche Möglichkeiten, Vögel vor einem Aufprall gegen eine Glasscheibe zu bewahren. Je nach Bedarf kommen verschiedene Vogelschutzlösungen in Frage. Eine Übersicht von geprüften Vogelschutzmustern hat die Wiener Umweltanwaltschaft (WUA) veröffentlicht. Markierungen der Kategorie A wirken besonders gut und sind als Vogelschutzmaßnahme zu empfehlen. Wir stellen nachfolgend einige vor.

Tipps für Zuhause

Vogelschutzfolie SEEN Innenansicht – Foto: Catherina Schlüter

Window Color anhand der Merkformel aufgetragen – Bildquelle: Rico Design

Wenn kostengünstiger Vogelschutz für die Fensterscheibe benötigt wird, sind von außen angebrachte Fliegengitter, Schnurvorhänge aus Kordeln, Fensterfarben sowie milchige Klebestreifen die einfachste Lösung. Die Anbringung muss für bestmöglichen Schutz stets unter Berücksichtigung der Merkformel erfolgen. Im privaten Bereich wird man außerdem schnell feststellen, welche Glasscheiben problematisch sind – zum Beispiel wenn sich ein Busch oder Baum spiegelt. Dort kann man dann auch punktuell vorgehen und die betreffenden Scheiben entschärfen.
Ein auf Durchsicht beruhendes Unfallrisiko an Scheiben kann man zudem dadurch vermeiden, dass man die Fenster von innen mit (hellen) Gardinen, Jalousien, Rollos, Lamellenvorhängen und Ähnlichem für die Vögel sichtbar macht. Eine einfache und kostengünstige Methode, die unterstützend wirkt, ist auf das Fensterputzen zu verzichten.

Ideen für Architekt*innen, Planer*innen und Bauverantwortliche

Dezente Glasmarkierung mit SEEN-Elements – Foto: Catherina Schlüter

Vogelfreundlicher Laubengang – Foto: NABU Dresden

Vogelfreundliche Balkonbrüstung – Foto: Catherina Schlüter

Kreativer Vogelschutz durch Mustersandstrahlarbeit – Foto: Andreas Garn (Entwurf, Vorbereitung), Glaswerkstatt Körner

Bereits in der Bauplanung können die Verantwortlichen dafür sorgen, dass ein Gebäude keine Vogelfalle wird. Dafür sollten sie prüfen, ob volltransparentes Glas durch andere Materialien ersetzt werden kann oder ob sich große Scheiben, zum Beispiel durch den Einsatz von Sprossen, unterteilen lassen. Verglasungen über Eck oder Durchsicht-Situationen sollten vermieden werden oder bei ihrer Umsetzung durch wirkungsvolle Mustermarkierungen oder Vogelschutzglas entschärft werden.
Die unmittelbare Umgebung zu großen Glasscheiben sollte so gestaltet sein, dass sie keine Vögel in die direkte Nähe der Gläser lockt. Auf Vegetation oder Vogelfutterstellen direkt an oder unmittelbar in der Nähe der Glasscheiben sollte daher verzichtet werden.

Vogelfreundliche Gestaltungselemente
Glasbausteine
Milchglas
Drahtglas
Siebdruck
Profilbauglas
Brise-Soleil
geriffeltes Glas
perforiertes Glas
Sonnenschutz (außen)
Vogelschutzgläser (z.B. von SEEN, Eckelt 4Bird)
Strukturglas (geätzt, bedruckt, mattiert, sandgestrahlt, eingefärbt)

Vogelfreundliche Lösungen für Zweckbauten

Kreative Glasgestaltung im NABU-Bodenseezentrum – Foto: Carolin Wittor

Vogelfreundliches Wartehäuschen – Foto: Klemens Steiof

Vogelfreundliche Lärmschutzwand – Foto: Lina Lopez

Insbesondere bei Zweckbauten, wie Lärmschutzwänden, Skywalks, Treppenhäusern oder Foyers besteht meistens keine Notwendigkeit, volltransparentes Glas zu verwenden. Dennoch kommen hier oft große Glasfronten zum Einsatz, obwohl sich Menschen dort kaum oder nur kurz aufhalten, wie beispielsweise in Laubengängen, Wartehäuschen oder Turnhallen. Bauverantwortliche sollten deshalb bereits in der Planung berücksichtigen, den Glasanteil in solchen Gebäudeteilen zu verringern oder durch vogelsichere Alternativen zu ersetzen.
Soll doch volltransparentes Glas verwendet werden, sind wirkungsvolle Mustermarkierungen oder der Einsatz von geprüftem Vogelschutzglas sinnvoll. Ein gutes Beispiel dafür sind Wartehäuschen, die flächendeckend mit dem Logo des jeweiligen Verkehrsunternehmens oder der Gemeinde markiert sind.

Kreative Vogelschutzmaßnahmen für Schulen und Kitas

Ein Herz für Vögel – Foto: Simonapilolla/iStockphoto

Bunte Fenstergestaltung – Bildquelle: Rico Design

Gerade Gebäude wie Turnhallen, Foyers oder Pausenhallen sowie gläserne Laubengänge in Schulen, Kitas oder anderen Einrichtungen stellen häufig Vogelfallen dar. Das Thema Vogelschutz könnte in den Kunst- oder Biologieunterricht einfließen. Die Schüler*innen könnten im Rahmen dessen kreative Schutzmaßnahmen gestalten, zum Beispiel mit Fensterfarben oder bunter Klebefolie, und diese anschließend gemeinsam mit dem Hausmeister an die Fensterscheiben der Gebäude anbringen.
Kein Schutz durch UV-Markierungen und Greifvogelsilhouetten
Manche Methoden bringen allerdings wenig, wie beispielsweise UV-Markierungen und Greifvogelsilhouetten. Nach aktuellem Wissensstand können viele Vogelarten zwar Licht im ultravioletten Bereich wahrnehmen. Aktuelle Untersuchungen im Freiland zeigen jedoch keine, wenn überhaupt eine schwache Schutzwirkung von UV-Markierungen auf Glasscheiben und sind daher gegenwärtig nicht zu empfehlen.
Auch die bekannten Greifvogelsilhouetten haben keine Schutzwirkung, solange sie nicht nach der Merkformel für die korrekte Anbringung von Vogelschutzmarkierungen auf die Glasscheiben angebracht werden.
Häufig gestellte Fragen zum Thema

Wieso ist Glas für Vögel so gefährlich?

Vögel nehmen Glas nicht als Hindernis wahr und glauben, hindurch fliegen zu können. Problematisch ist außerdem, dass Vögeln durch Spiegelungen im Glas Silhouetten von Bäumen und Büschen oder der freie Himmel vorgetäuscht wird. Nachts ziehende Vögel fliegen zudem häufig gegen von innen beleuchtete Fenster, vor allem an höheren Gebäuden.

Welche Vogelschutzmarkierungen sind wirksam?

Die Wiener Umweltanwaltschaft (WUA) hat eine Übersicht über von ihr geprüfte Vogelschutzmuster veröffentlicht. Markierungen, die in die Kategorie A eingestuft wurden, sind hochwirksam und damit als Vogelschutzmaßnahme zu empfehlen. Die WUA hat außerdem festgestellt, dass die Wirksamkeit einer Markierung nicht immer vom Anteil bedeckter Fläche abhängig ist. Auch andere Parameter wie Materialunterschiede oder die Farbgebung sowie die Beschaffenheit der Oberfläche und die Lichtdurchlässigkeit nehmen Einfluss auf die Wirksamkeit einer Vogelschutzmarkierung.

Wo kann ich Vogelschutzmarkierungen bestellen?

Vogelschutzmarkierungen sind entweder direkt bei den gewünschten Musterfolienherstellern („Geprüfte Muster“ der Wiener Umweltanwaltschaft oder SEEN Vogelschutz) oder über Folienverarbeiter erhältlich (zum Beispiel „Rakelspektakel“).

Worauf muss ich bei der Anbringung von Vogelschutzmarkierungen achten?

Für eine korrekte Anbringung von Vogelschutzmarkierungen ist die Merkformel zu beachten: Handflächen-Regel, Anbringung von außen, Einsatz hoher Kontraste und flächendeckende Anbringung.

Wird mein freies Blickfeld nach draußen durch eine Vogelschutzmarkierung an Glas eingeschränkt?

Vogelschutzmarkierungen weisen sehr unterschiedliche Deckungsgrade auf. Es gibt bereits hochwirksame Muster, die das Glas nur zu ca. einem Prozent bedecken und von innen schwarz beschichtet sind, sodass die Folie auf der Glasscheibe von innen kaum wahrgenommen wird. Besonders große Glasfronten kommen häufig an Zweckgebäuden zum Einsatz. Da sich die meisten Menschen dort nicht allzu lang aufhalten, dauert die Einschränkung des Blickfelds nur für kurze Zeit an.Vogelschutzmarkierungen können aber auch ästhetisch ansprechend wirken. Für das heimische Fenster können Farben und Formen gewählt werden, die zu den eigenen Vorlieben und dem Umfeld passen.

Was sind Flugtunnelversuche und wofür gibt es die österreichische Norm ONR 191040?

Der Begriff „Vogelschutzglas“ unterliegt keiner Normierung, sodass der Begriff frei verwendet werden kann und die Schutzwirkungen von Produkten mit diesem Titel sich stark unterscheiden. Um die Wirksamkeit von Mustermarkierungen wissenschaftlich bewerten zu können, führt die Biologische Station Hohenau-Ringelsdorf in Österreich umfassende und methodisch gesicherte empirische Testreihen durch. In diesem Rahmen entstand die Norm ONR 191040, die seit 2010 den Begriff „Vogelschutzglas“ erstmals in einem Regelwerk erfasst.
Für die Untersuchungen kommt ein sieben Meter langer Flugtunnel zum Einsatz, an dessen Ende zwei Glasscheiben nebeneinander angebracht werden, eine mit dem zu testenden Muster und eine unmarkierte Referenzscheibe. Die Vögel haben, bei dem Versuch aus dem Tunnel herauszufliegen, die Wahl zwischen markierter und unmarkierter Scheibe. Wenn sich weniger als zehn Prozent der Testvögel für die markierte Scheibe entscheiden, handelt es sich bei dem Muster um „Vogelschutzglas“ gemäß ONR 191040. Natürlich prallt bei diesem Verfahren kein Vogel tatsächlich gegen eine der Glasscheiben, da ein feines Netz vor den Scheiben das Anprallen verhindert.  
 [CF1]unterscheiden

Helfen Greifvogelsilhouetten oder UV-Markierungen?

Die aufgeklebten Silhouetten von Greifvögeln nützen so gut wie nichts. Die Vögel erkennen darin keine natürlichen Feinde, sondern lediglich einen schwarzen Fleck auf dem Fenster und fliegen oft direkt neben den Aufklebern auf die Scheibe.
In Flugtunneltests der Wiener Umweltanwaltschaft wurde keine UV-Markierung als hochwirksam getestet, weshalb solche „durchsichtigen“ Markierungen derzeit nicht zu empfehlen sind. Es ist zum jetzigen Zeitpunkt davon auszugehen, was das menschliche Auge nicht sieht, sieht auch das Vogelauge nicht.
Menschliche Augen besitzen drei Zapfen bzw. Farbrezeptoren. Vögel besitzen einen vierten Zapfen in ihren Augen. Daher wird vermutet, dass Vögel generell UV-Licht sehen können. Doch das können Vogelaugen nur bedingt, denn die Zapfen, die UV-Licht wahrnehmen können, kommen nur zum Einsatz, wenn größere Objekte mit viel Zeit fokussiert werden. Beim Glasanflug nehmen Vögel Markierungen an Glasscheiben allerdings erst im letzten Moment und in Bewegung wahr, wodurch die Zapfen mit UV-Sensitivität gar nicht zum Einsatz kommen. Dadurch ist der UV-Schutz an Glasscheiben zwecklos. Forscher*innen arbeiten aber weiter an für Menschen durchsichtigem Schutzglas, das Vögel erkennen können.

Erhöhen Vogel-Futterstellen im Garten das Unfallrisiko von Vögeln?

Für Vogel-Futterstellen gilt, diese nicht in der Nähe von großen Fenstern oder verglasten Veranden aufzustellen. Gerade bei plötzlichen Angriffen eines Sperbers fliegen dann viele Vögel auf der Flucht in Richtung Glasscheiben und damit in den sicheren Tod.

Was tue ich, wenn ich einen noch lebenden Vogel gefunden habe?

Sofern Sie nicht selbst beobachtet haben, wie ein Vogel gegen ein Glas geflogen ist, stellen Sie sicher, dass das Tier tatsächlich Hilfe braucht. Zeigt der Vogel keine Verletzungen, belassen Sie ihn an Ort und Stelle und beobachten ihn für circa eine Stunde. Verweilt der Vogel weiterhin an derselben Stelle oder ist er offensichtlich verletzt, versuchen Sie ihn einzufangen und in einen mit Luftlöchern versehenen Karton zu setzen. Darin können Sie ihn zur nächsten Wildvogelstation bringen. Vereinzelt nehmen auch spezielle Tierarztpraxen Wildvögel auf – am besten rufen Sie vorher dort an.

Welche gesetzliche Grundlage gibt es für Vogelschutz an Glas?

Das Tötungsverbot nach § 44 Bundesnaturschutzgesetz (BNatschG) besagt, dass alle besonders geschützte Arten nicht getötet oder verletzt werden dürfen. Dazu gehören alle heimischen Vogelarten bis auf die Straßentaube und ausgesetzte Arten. Das Tötungsverbot umfasst auch Handlungen, die das Töten wissentlich billigen, aber ohne, dass es das beabsichtigte Ziel ist. Dazu gehört auch der Vogeltod an Glas.

Was kann ich tun, wenn ich für Vögel gefährliche Gebäude ausfindig mache?

Auch im öffentlichen Raum können Vögel wirksam geschützt werden. Vogelfreund*innen sollten Hausverwaltungen oder Verkehrsbetriebe über die Gefahren informieren und Schutzmaßnahmen fordern. Eine eigene Dokumentation von verletzten oder toten Vögeln kann diese Forderungen unterstützen. Falls der Eigentümer oder die Eigentümerin keine Schutzmaßnahmen umsetzen wollen, können Sie auch die örtlichen Naturschutzbehörden informieren.

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