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Neue Therapieoption Kerendia® (Finerenon) vermindert kardiorenales Risiko bei chronischer Nierenerkrankung bei Typ-2-Diabetes

Neue Therapieoption Kerendia® (Finerenon) vermindert  kardiorenales Risiko bei chronischer Nierenerkrankung  bei Typ-2-Diabetes

Source: BayerLeverkusen, 6. Dezember 2022 – Die chronische Nierenerkrankung (CKD) gilt als eine der häufigsten Komplikationen bei Typ-2-Diabetes (T2D) und trägt beträchtlich zur Morbidität und Mortalität bei. Die Lebenserwartung von Patienten mit CKD bei T2D ist im Vergleich zu Gesunden um bis zu 16 Jahre verkürzt.1 Die CKD ist mit einer Verschlechterung der Nierenfunktion verbunden, die ohne adäquate Therapie in einer terminalen Niereninsuffizienz mit Dialysepflicht, Nierentransplantation oder Tod enden kann. Zudem erhöht sich das kardiovaskuläre Risiko.2,3 Oftmals kommt es zur Progression der CKD bei T2D trotz bestehender Therapien.4Welche neuen Therapieansätze bei diesen Patienten dazu beitragen können, das Restrisiko für kardiorenale Ereignisse zu reduzieren, diskutierten Experten bei einem Bayer-Symposium unter dem Vorsitz von Prof. Dr. med. Monika Kellerer, Stuttgart, anlässlich der 16. Herbsttagung der DDG in Kooperation mit der 51. Jahrestagung der DGA.a Lange Zeit zielten die Therapien für CKD bei T2D vorrangig auf metabolische und hämodynamische Faktoren ab. Die Mineralokortikoidrezeptor-(MR-)Überaktivierung, zu der es bei T2D kommt, konnte nicht adressiert werden.5 In diese therapeutische Lücke bei CKD und T2D stößt nun der erste und einzige in dieser Indikation zugelassene nicht-steroidale MR-Antagonist (nsMRA) Kerendia® (Finerenon).Finerenon – die neue Therapiesäule bei CKD und T2D„Das Fortschreiten der CKD bei T2D wird durch die Kombination metabolischer, hämodynamischer sowie entzündlicher und fibrotischer Faktoren beeinflusst. Angetrieben werden Entzündung und Fibrose durch die Überaktivierung des Mineralokortikoidrezeptors“, wie Dr. med. Inga-Nadine Kummer, Aschaffenburg, erklärte. Inflammation und Fibrose können unbehandelt bei CKD und T2D zu irreparablen Zellveränderungen führen, die sich nicht nur auf die Nieren beschränken.6Das Management von T2D und CKD fußt nun mit Finerenon auf einer weiteren Therapiesäule, wie Kummer erläuterte. So wird Finerenon bereits in internationalen Leitlinien und im ADA/KDIGO-Konsenus-Report 2022 zum Diabetes-Management bei CKD empfohlen: für Patienten mit T2D, einer eGFR (geschätzte glomeruläre Filtrationsrate) ≥ 25 ml/min/1,73m2, normaler Serumkaliumkonzentration und UACR (Urin-Albumin-Kreatinin-Quotient) ≥ 30 mg/g.7Patienten profitieren zusätzlich von FinerenonDie zulassungsrelevante klinische Phase-III-Studie FIDELIO-DKD8 hat die Wirksamkeit und Sicherheit von Finerenon bei Patienten mit CKD bei T2D untersucht: Im kombinierten primären renalen Endpunkt (Zeit bis zum Nierenversagen, anhaltende ≥ 40 % Abnahme des eGFR vs. Baseline oder Tod durch Nierenversagen) zeigte Finerenon eine signifikante relative Risikoreduktion von 18 % gegenüber Placebo (HR 0,82, 95 % CI 0,73-0,93; p=0,001). „Zusätzlich zur einer optimierten RAS-Blockade senkte Finerenon auch das Risiko für den kombinierten kardiovaskulären Endpunkt signifikant um 14 %. Dabei konnten die Patienten von Finerenon zusätzlich profitieren – unabhängig davon, ob sie einen SGLT2-Hemmer oder GLP-1-Rezeptorantagonisten erhielten“, erklärte Dr. med. Ludwig Merker, Haan. Dieser wichtige sekundäre Endpunkt war eine Kombination aus der Zeit bis zum kardiovaskulären Tod, dem Auftreten nicht tödlicher Myokardinfarkt, nicht tödlicher Schlaganfall oder Krankenhausaufenthalt wegen Herzinsuffizienz. Die mediane Dauer der Nachbeobachtung betrug 2,6 Jahre.Nebenwirkungen mit Finerenon weitgehend auf Placebo-NiveauFIDELIO-DKD dokumentiert ein günstiges Sicherheitsprofil von Finerenon: Therapiebedingte unerwünschte und schwerwiegende unerwünschte Ereignisse lagen weitgehend auf Placebo-Niveau. Der Blutdruck sank durchschnittlich um ca. 3-4 mmHg. Es gab kaum geschlechtshormonelle Nebenwirkungen. „Unter der Therapie mit Finerenon kann es zu einer leichten Zunahme von Serumkalium kommen. Die klinischen Auswirkungen waren allerdings gering. Die Hyperkaliämien konnten im Rahmen von routinemäßigen Kontrollen des Kaliumspiegels und mit kurzen Therapiepausen gut beherrscht werden“, berichtete Merker.„Finerenon wird angewendet zur Behandlung von chronischer Nierenerkrankung bei Erwachsenen im Stadium 3 und 4 mit Albuminurie in Verbindung mit Typ-2-Diabetes“, erklärte Prof. Dr. Thomas Ebert, Leipzig. Er empfiehlt entsprechend der Fachinformation die Bestimmung von Serumkalium und eGFR vor Beginn der Therapie mit Finerenon. Die Anfangsdosis beträgt 10 mg Finerenon einmal täglich. Nach vier Wochen sollte die Kaliumkonzentration im Serum und die eGFR erneut bestimmt werden, um dann die Therapie auf die Standarddosis von 20 mg Finerenon täglich anzupassen, wenn es das Serumkalium erlaubt.9 „Wenn der Serumkalium-Wert über 5,5 mmol/l steigt, sollte die Behandlung ausgesetzt werden. Eine Wiederaufnahme mit 10 mg Finerenon einmal täglich, kann erwogen werden, wenn das Serum-Kalium unter 5 mmol/l gesunken ist“, empfahl Merker.Diagnostik und Risiko-Klassifikation der CKDEine CKD kann lange Zeit asymptomatisch verlaufen und wird bei T2D in vielen Fällen nicht frühzeitig erkannt. Um die Patienten mit einem erhöhten Risiko frühzeitig zu identifizieren, ist eine Früherkennung mittels UACR bzw. Albuminuriemessung und eGFR-Bestimmung wichtig. Denn der Albuminuriewert ist ein wichtiger Marker zur Früherkennung von strukturellen Nierenschäden. Internationale Leitlinien empfehlen bei T2D ab Diagnosestellung mindestens einmal jährlich UACR und eGFR zu ermitteln. „Trotz der Empfehlungen in den Leitlinien ist CKD bei Patienten mit T2D unterdiagnostiziert, und die kombinierte Diagnostik mit eGFR plus UACR erfolgt zu selten. Die eGFR allein liefert ein unvollständiges Bild des kardiovaskulär bedingten Sterberisikos bei CKD-Patienten. Erst die kombinierte Betrachtung von eGFR und UACR ergibt eine genauere Risikoprognose der Mortalität“, erläuterte Kummer.Über BayerBayer ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit Kernkompetenzen auf den Life-Science-Gebieten Gesundheit und Ernährung. Mit seinen Produkten und Dienstleistungen will das Unternehmen Menschen nützen und die Umwelt schonen, indem es zur Lösung grundlegender Herausforderungen einer stetig wachsenden und alternden Weltbevölkerung beiträgt. Bayer verpflichtet sich dazu, mit seinen Geschäften einen wesentlichen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung zu leisten. Gleichzeitig will der Konzern seine Ertragskraft steigern sowie Werte durch Innovation und Wachstum schaffen. Die Marke Bayer steht weltweit für Vertrauen, Zuverlässigkeit und Qualität. Im Geschäftsjahr 2021 erzielte der Konzern mit rund 100.000 Beschäftigten einen Umsatz von 44,1 Milliarden Euro. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung beliefen sich bereinigt um Sondereinflüsse auf 5,3 Milliarden Euro. Weitere Informationen sind im Internet zu finden unter www.bayer.com/deDie Bayer Vital GmbH vertreibt die Arzneimittel der Divisionen Consumer Health und Pharmaceuticals in Deutschland. Mehr Informationen zur Bayer Vital GmbH finden Sie unter: www.gesundheit.bayer.deFolgen Sie uns auf Twitter: twitter.com/GesundheitBayer und twitter.com/BayerDialog Zukunftsgerichtete AussagenDiese Presse-Information kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung von Bayer beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die Bayer in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf der Bayer-Webseite www.bayer.com/de zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen. a Quelle: Bayer-Symposium „Auf Herz und Niere geprüft – neue Therapieoptionen bei chronischer Nierenerkrankung und T2D“ anlässlich der 16. Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) in Kooperation mit der 51. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Angiologie – Gesellschaft für Gefäßmedizin e.V. (DGA), Wiesbaden 24. bis 26. November 2022. 1 WenCP,etal.KidneyInt2017;92:388–3962 Afkarian M, et al. J Am Soc Nephrol 2013;24:302–3083  Anders H J, et al; Nat Rev. Nephro. 2018;14:361–3774 Alicic RZ, et al. Adv Chronic Kidney Dis 2018;25:181–1915 Bakris GL et al. Am J Nephrol 2019;50:333–3446 Alicic RZ, et al. Clin J Am Soc Nephrol 2017;12:2032–20457 de Boer IH et al. Diabetes Care 2022;doi:/10.2337/dci22-00278 Bakris GL et al. N Engl J Med 2020;383:2219-22299 Fachinformation Kerendia®, aktueller Stand

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