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Gemeinsam gegen Natur- und Klimakrise

Gemeinsam gegen Natur- und Klimakrise

Source: NABU – Naturschutzbund DeutschlandNABU-Bundesvertreterversammlung 2022 in Erfurt

Natur- und Klimaschutz in Krisenzeiten, Solidarität mit der Ukraine und bei all dem ein ordentliches Mitgliederwachstum: Diese Themen und mehr beschäftigen die NABU-Bundesvertreterversammlung. Die Delegierten tagen erstmals wieder in Präsenz in Erfurt.

Nach zwei Jahren trafen sich die Delegierten der NABU-Bundesvertreterversammlung erstmals wieder live – Foto: Roland Panter

Bundesumweltministerin Steffi Lemke warb um die Unterstützung der Naturschutzmacher*innen – Foto: Christopher Schmid

12. November 2022 – Nach zwei digitalen Versammlungen tagen die NABU-Bundesvertretenden in diesem Jahr in Erfurt. Rund 200 Delegierte aus dem gesamten Bundesgebiet treffen sich am 12. und 13. November, um unter anderem über Natur- und Klimaschutz in Krisenzeiten zu sprechen und die Arbeit des nächsten Jahres zu planen. In seiner Eröffnungsrede zog NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger Bilanz über ein Jahr, das für Gesellschaft und Verband kein leichtes gewesen ist.
Die anhaltende Corona-Krise und der Krieg in der Ukraine ließen Klima- und Naturschutz immer wieder in den Hintergrund rücken. Und dass, obwohl zunehmende und bedrohlichere Hitzewellen und Extremwetter, sterbende Wälder, leergefischte Meere und viele andere Beispiele laut Krüger zeigten: „Diese Krisen verschwinden nicht einfach. Sie werden alles ändern. Sie sind global und existentiell. Und wir haben es oft genug gehört, es bleibt nur noch wenig Zeit, bevor Kipppunkte überschritten werden und wir ganze Systeme unwiderruflich verlieren.“
Krüger fordert weitsichtige Politik und keine Scheinlösungen

NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger machte klar, um was es dem NABU geht: Den Erhalt der Artenvielfalt und unserer Ökosysteme – Foto: Christopher Schmid

Umso wichtiger sei es auf politischer Ebene langfristig zu denken. Hier stehe der NABU als diskussionsfreudiger Gesprächspartner und fachlicher Kompass für gesunde Wälder, Moore und Agrarlandschaften bereit. „Wir werden die Energie- und Klimaschutzpolitik, die Planungsbeschleunigung-Ideen, die Investitionen in Biodiversität intensiv begleiten. Und wir müssen die Bundesregierung im Agrar- und Verkehrssektor treiben, damit etwas passiert“, sagte Krüger. 
Die Ampel-Koalition sei bisher hinter ihren eigenen Erwartungen in Sachen Klima- und Naturschutz zurückgeblieben, stehe auf der Bremse zur ökologischen Transformation. Aktuell bereite insbesondere das „überragende öffentliche Interesse“, mit der die Planungsbeschleunigung beispielsweise zum Ausbau erneuerbarer Energien vorangetrieben soll, Sorge. Hier müsse der NABU dafür kämpfen, dass der Artenschutz nicht weiter für kurzfristige Scheinlösungen geschwächt werde.
Lichtblick: Mehr Geld für Naturschutz und Ökosysteme
Aber es gebe auch Lichtblicke. Für die Renaturierung von Wäldern, Mooren und Auen oder Artenhilfsprogramme wird deutlich mehr Geld in Aussicht gestellt. Hier wolle man die Bundesregierung beim Wort nehmen und gemeinsam Zukunftslandschaften gestalten. Dafür brauche es die Naturschutzmacher*innen und ihre Expertise, um mutig und tatkräftig Lösungen zu erarbeiten. 
Das betonte auch Bundesumweltministerin Steffi Lemke in einer Videobotschaft an die Delegierten. Sie dankte den NABU-Aktiven für ihren unermüdlichen Einsatz für den Natur- und Klimaschutz und forderte sie auf, sich weiter einzumischen. Nur gemeinsam mit einer aktiven Zivilgesellschaft, mit Umwelt- und Naturschutzverbänden, ließen sich die planetaren Krisen bewältigen. 

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