Source: BayerPatienten mit chronischer Herzinsuffizienz und reduzierter Ejektionsfraktion (HFrEF) nach Dekompensation bilden ein Patientenkollektiv mit besonders hohem Risiko für weitere Verschlechterung und Mortalität / Die VICTORIA-Studie zeigt, dass HFrEF-Patienten nach einer Dekompensation neben der Basistherapie von einem zusätzlichen Schutz durch Vericiguat profitieren können / Die Patienten haben Vericiguat insgesamt gut vertragen, die Gesamtrate unerwünschter Ereignisse in der Studie für Verum und Placebo waren vergleichbar / Der sGC-Stimulator Vericiguat stimuliert als einziger, bei Herzinsuffizienz zugelassener Wirkstoff den gestörten NO-sGC-cGMP-Signalweg Leverkusen, 20. Oktober 2022 – Die chronische Herzinsuffizienz erweist sich zunehmend als ein komplexes Krankheitsbild, das ein differenziertes Therapiemanagement erfordert. Dies spiegelt sich auch in den aktuellen US-Leitlinien zur Diagnostik und Therapie der Herzinsuffizienz wider, die nun vier Krankheitsstadien und vier Herzinsuffizienz-Klassen unterscheiden.1 Anhand dieser erweiterten Stratifizierung soll das individuelle Risiko sowie das daraus resultierende optimale Behandlungsregime für die Patienten besser abgeschätzt werden. „Patienten mit einer chronischen Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion (HFrEF), die eine Dekompensation erleiden, werden in aktuellen Positionspapieren der Fachgesellschaften nun als eigenständige Entität der Herzinsuffizienz klassifiziert. Diese Patienten haben das höchste Risiko für Todesfälle oder Herzinsuffizienz-bedingte Hospitalisierung und benötigen unsere besondere Aufmerksamkeit“, erklärte Prof. Dr. med. Stephan von Haehling, Göttingen, bei einem Bayer-Symposium anlässlich der DGK Herztage 2022 in Bonn.a Die VICTORIA-Studie2 hat gezeigt, dass das Patientenkollektiv mit Herzinsuffizienz und reduzierter Ejektionsfraktion nach Dekompensation neben der Basistherapie frühzeitig von einem zusätzlichen Schutz durch den sGC-Stimulator Verquvo® (Vericiguat) b profitieren kann. Auf dieser Basis empfehlen auch die aktuellen Leitlinien (IIB) der ESC (European Society of Cardiology) Vericiguat für Patienten mit einer sich verschlechternden HFrEF trotz Basistherapie (ACEi (oder ARNi), ß-Blocker und MRA).3Herzinsuffizienz nach Dekompensation – ein Hochrisiko-PatientenkollektivEine Herzinsuffizienz-bedingte Hospitalisierung bringt ein hohes Mortalitätsrisiko mit sich: Die Inzidenz innerhalb von fünf Jahren beträgt mehr als 75 %.4 Darüber hinaus kann sich nach einer ersten Dekompensation die Intensität jedes nachfolgenden Ereignisses erhöhen, während sich die Intervalle bis zum nächsten Ereignis verkürzen können.5,6„Wir haben inzwischen eine hervorragende Therapie der HFrEF, die auf vier Pfeilern – den vier Standardmedikamenten – fußt. Doch auch Patienten unter dieser Therapie haben immer noch ein hohes Restrisiko. Klinische Studien haben gezeigt, dass unter der Basistherapie immer noch ein 15%iges Risiko besteht, innerhalb eines Jahres in ein Krankenhaus aufgenommen zu werden“, berichtete von Haehling. Deshalb sei es für das Management der Herzinsuffizienz von Bedeutung, diejenigen Patientenprofile zu identifizieren, die von bestimmten Therapie-Regimen besonders profitieren können. Ziel sei es, Menschen mit Herzinsuffizienz schnell effektiv zu behandeln, um das Risiko für weitere Dekompensationen und für Mortalität zu senken.Ein spezielles Hochrisiko-Patientenkollektiv auf Grund eines Dekompensations-ereignisses wurde in der randomisierten, Placebo-kontrollierten VICTORIA-Studie untersucht: Die Patienten mit symptomatischer Herzinsuffizienz (NYHA II-IV, LVEF 15ml/min) hatten in den vergangenen sechs Monaten ein Dekompensationsereignis, gekennzeichnet durch eine Herzinsuffizienz-bedingte Hospitalisierung (HFH) oder durch eine ambulante intravenöse Diuretika-Therapie.Vericiguat zeigt klinisch relevanten Nutzen mit sehr guter VerträglichkeitVericiguatreduzierte in der Zulassungsstudie VICTORIA den kombinierten Endpunkt aus kardiovaskulärem Tod oder erstem Auftreten einer Herzinsuffizienz-bedingten Hospitalisierung statistisch signifikant. Dabei erzielte Vericiguat zusätzlich zur Basistherapie eine klinisch relevante absolute Risikoreduktion (ARR) von statistisch signifikanten 4,2 Ereignissen pro 100 Patientenjahren. Dies entspricht einer jährlichen Number needed to treat (NNT) von 24, d.h. 24 Patienten müssen rund ein Jahr behandelt werden, um ein Ereignis des primären Endpunkts zu verhindern.Die Patienten haben Vericiguatinsgesamt gut vertragen, die Gesamtrate unerwünschter Ereignisse in der Studie für Verum und Placebo waren vergleichbar.„Der Einsatz des sGC-Stimulators ist schon frühzeitig nach der ersten Dekompensation möglich, parallel zur Optimierung der Basistherapie. Wir behandeln in Göttingen seit knapp sechs Monaten Patienten mit Vericiguat und sehen bisher eine gute Verträglichkeit“, erklärte von Haehling. Die Aufdosierung bis zur maximalen Zieldosis von 10 mg erfolgt initial mit 2,5mg einmal täglich für 14 Tage, anschließend 5 mg einmal täglich für 14 Tage und schließlich 10 mg, sofern der Patient dies verträgt. In der VICTORIA-Studie lag die Gesamtrate unerwünschter Ereignisse auf Placeboniveau (HF-Basistherapie), symptomatische Hypotonie und Synkopen traten unter Vericiguat nicht signifikant häufiger auf als in der Placebogruppe (9,1 % versus 7,1 %).7Vericiguatstimuliert einen bei Herzinsuffizienz gestörten SignalwegDie Stimulation der löslichen Guanylatzyklase (sGC) ist ein für die Herzinsuffizienz innovatives Wirkprinzip. Vericiguatzielt auf die Wiederherstellung des defizitären NO-sGC-cGMP-Signalwegs ab. „Erstmals gibt es mit Vericiguatein Wirkprinzip, das einen defekten Signalweg wieder reaktivieren kann – im Gegensatz zu den bisherigen Therapieansätzen, welche die bei Herzinsuffizienz überaktivierten Systeme hemmen. Durch die Stimulation der löslichen Guanylatzyklase kommt es zu kardialen und renalen Effekten, die sich günstig auf die myokardiale und vaskuläre Funktion auswirken können“, erklärte von Haehling.Grundsätzlich kann Vericiguat jederzeit nach einem Dekompensationsereignis und erfolgter Stabilisierung des Patienten initiiert werden. Sowohl Patienten, die sich trotz Basistherapie verschlechtern oder hospitalisiert wurden als auch Patienten, bei denen ein Teil der Basistherapie aus verschiedenen Gründen nicht angewendet werden kann, können von der Therapie profitieren.Über BayerBayer ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit Kernkompetenzen auf den Life-Science-Gebieten Gesundheit und Ernährung. Mit seinen Produkten und Dienstleistungen will das Unternehmen Menschen nützen und die Umwelt schonen, indem es zur Lösung grundlegender Herausforderungen einer stetig wachsenden und alternden Weltbevölkerung beiträgt. Bayer verpflichtet sich dazu, mit seinen Geschäften einen wesentlichen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung zu leisten. Gleichzeitig will der Konzern seine Ertragskraft steigern sowie Werte durch Innovation und Wachstum schaffen. Die Marke Bayer steht weltweit für Vertrauen, Zuverlässigkeit und Qualität. Im Geschäftsjahr 2021 erzielte der Konzern mit rund 100.000 Beschäftigten einen Umsatz von 44,1 Milliarden Euro. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung beliefen sich bereinigt um Sondereinflüsse auf 5,3 Milliarden Euro. Weitere Informationen sind im Internet zu finden unter www.bayer.com/deDie Bayer Vital GmbH vertreibt die Arzneimittel der Divisionen Consumer Health und Pharmaceuticals in Deutschland. Mehr Informationen zur Bayer Vital GmbH finden Sie unter: www.gesundheit.bayer.de Folgen Sie uns auf Twitter: twitter.com/GesundheitBayer und twitter.com/BayerDialog Zukunftsgerichtete AussagenDiese Presse-Information kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung von Bayer beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die Bayer in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf der Bayer-Webseite www.bayer.com/de zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen. a Quelle: Bayer-Symposium „Wenn es an die Nieren geht – Kardiovaskuläre Herausforderungen im klinischen Alltag meistern“ anlässlich der DGK Herztage der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V., Berlin, 29. September 2022.b Verquvo® (Vericiguat) ist von der Europäischen Kommission zugelassen zur Behandlung der symptomatischen, chronischen Herzinsuffizienz bei Erwachsenen mit reduzierter Ejektionsfraktion, die nach einem kürzlich aufgetretenen Dekompensationsereignis, das eine i.v.-Therapie erforderte, stabilisiert wurden. 1 Heidenreich PA et al. Circulation. 2022;145:e895–e10322 Armstrong PW, et al. N Engl J Med. 2020;382:1883–18933 McDonagh et al. European Heart Journal. 2021;42:3599–37264 Shah KS et al. J Am Coll Cardiol. 2017;70:2476–24865 Clark AL et al. In McDonagh TA, Gardner RS, Clark AL, Dargie H, eds. Oxford Textbook of Heart Failure. Oxford: Oxford University Press; 2011.6 Goodlin SJ. J Am Coll Cardiol. 2009;54:386–396.7 Armstrong PW et al., JACC Heart Fail 2018, 6:96–104
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sGC-Stimulator Verquvo® (Vericiguat) überzeugt bei Therapie von Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz nach Dekompensation
