Source: BayerNubeqa® (Darolutamid) als wirksame Therapieoption mit vorteilhafter Verträglichkeit für Patienten mit Hochrisiko-nmCRPCDarolutamid plus ADT ist als Therapieoption mit hohem Empfehlungsgrad in neuen Leitlinien vertretenIn der Zulassungsstudie ARAMIS verbesserte Darolutamid das metastasenfreie Überleben und das Gesamtüberleben signifikant und erwies sich dabei auf Grund geringer Nebenwirkungen als vorteilhaftErste Erfahrungen mit Darolutamid aus dem klinischen Alltag wurden in der Real-World-Studie DAROL gesammelt und lassen auf eine vergleichbar gute Wirksamkeit und Verträglichkeit schließen wie in der Zulassungsstudie ARAMIS Leverkusen, 22. September 2022 – Bayer hat beim Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) Daten zu Darolutamid (Nubeqa®) sowohl aus der Zulassungsstudie ARAMIS als auch aus der Real-World-Studie DAROL, welche Erfahrungen mit Darolutamid unter klinischen Alltagsbedingungen wiedergibt, vorgestellt. Der selektive, nicht-steroidale, orale Androgenrezeptor-Inhibitor (ARI) Darolutamid in Kombination mit ADT stellt eine stark wirksame First-Line-Therapie mit besonders vorteilhaftem Nebenwirkungsprofil für Männer mit nicht-metastasiertem kastrationsresistentem Prostatakarzinom dar, die ein hohes Risiko für die Entstehung von Metastasen aufweisen (Hochrisiko-nmCRPC).1,2 Die Therapie ermöglicht ein längeres Überleben bei gleichzeitigem Erhalt der Lebensqualität. Dank der überzeugenden Evidenz wurden ARIs wie Darolutamid sowohl in die neue S3-Leitlinie „Prostatakarzinom“ als auch in europäische Leitlinien aufgenommen. Diese befürworten bei Patienten mit Hochrisiko-nmCRPC die Therapie mit einem ARI plus Androgendeprivationstherapie (ADT) mit starkem Empfehlungsgrad.3,4 Bayer engagiert sich im Bereich Prostatakrebs als starker Partner in der Uro-Onkologie, der neuartige Therapien zur Behandlung aller Stadien der Erkrankung entwickelt und Patienten nicht nur wirksame und lebensverlängernde, sondern auch gut verträgliche und damit die Lebensqualität erhaltende Medikamente zur Verfügung stellt.Der Erhalt der Lebensqualität spielt für Patienten eine große RolleIm Satellitensymposium gab Prof. Dr. med. Christian Wülfing, Hamburg, zunächst einen Überblick zum nmCRPC und hob dabei die Bedeutung einer kurzen PSA-Verdopplungszeit von ≤ 10 Monaten hervor, die mit einem hohen Risiko von Knochenmetastasen einhergeht. Diesem Umstand tragen nun auch die aktuellen Therapieempfehlungen in Deutschland Rechnung, die für Patienten mit Hochrisiko-nmCRPC die Behandlung mit einem ARI plus ADT stark empfehlen (Empfehlungsgrad A).3 Außerdem stellte Prof. Wülfing die Wünsche der Patienten in den Vordergrund und zeigte auf, was für Patienten mit nmCRPC am meisten zählt. „Selbstverständlich sind die Verlängerung des Gesamtüberlebens (OS) und die Verzögerung der Metastasenbildung für Männer mit nmCRPC wichtige Therapieziele. Gleichzeitig hat aber auch der Erhalt der Lebensqualität einen hohen Stellenwert, da nmCRPC-Patienten in Bezug auf ihre Tumorerkrankung größtenteils asymptomatisch sind“, betonte Wülfing. Für einige Männer ist auch die Kontrolle des PSA-Werts wichtig, da die Angst vor einem Anstieg die Krankheitsbelastung erhöhen kann.Starke Wirksamkeit mit vorteilhafter Verträglichkeit beim Hochrisiko-nmCRPCAnschließend zeigte Prof. Dr. med. Ahmed Magheli, Bochum, prägnante Daten aus der Zulassungsstudie ARAMIS, die als multizentrische, randomisierte, placebokontrollierte Phase-III-Studie durchgeführt wurde. In ARAMIS wurden insgesamt 1.509 ARI-naive Patienten mit Hochrisiko-nmCRPC im Verhältnis 2:1 randomisiert und entweder einer Behandlung mit Darolutamid oder Placebo zugeteilt und die Behandlung mit ADT fortgesetzt. In der Primäranalyse zeigte sich, dass Patienten unter Darolutamid plus ADT ein medianes metastasenfreies Überleben (MFS) von 40,4 Monaten erreichten, während das MFS unter Placebo plus ADT nur 18,4 Monate betrug.1 Das Sterberisiko wurde durch die Behandlung mit Darolutamid um 31% gesenkt.2 Der besondere Wirkmechanismus und die starke Wirksamkeit von ARIs werden auch auf internationaler Ebene anerkannt. So wird in den 2022 von der European Association of Urology (EAU) und weiteren europäischen Fachgesellschaften herausgegebenen „Guidelines on Prostate Cancer“ der Einsatz von ARIs beim nmCRPC stark empfohlen.4 Außerdem betonen die Leitlinien, dass mit Blick auf die Langzeitbehandlung asymptomatischer Patienten potenzielle Nebenwirkungen entsprechend berücksichtigt werden sollten. Bei Darolutamid blieben die Inzidenzen der während der Behandlung auftretenden unerwünschten Ereignisse (UE) in ARAMIS niedrig und waren in den beiden Behandlungsarmen (Darolutamid vs. Placebo) für potenziell alltagsbeeinträchtigende UE vergleichbar.1,2 Auch die kumulative Inzidenz und der zeitliche Beginn der UE in ARAMIS bestätigten das vorteilhafte Sicherheitsprofil von Darolutamid. So hatten UE von speziellem Interesse, Grad 3/4 UE und schwerwiegende UE eine niedrige Inzidenz. Die meisten UE setzten wie unter Placebo zu einem frühen Behandlungszeitpunkt ein und nahmen nicht über die Zeit zu.5 Prof. Magheli hob hervor: „Darolutamid verdoppelte in ARAMIS das MFS und erwies sich als gut verträglich. Die Verträglichkeit spiegelte sich auch in der geringen Abbruchrate aufgrund von UE – 8,9 % unter Darolutamid vs. 8,7 % unter Placebo – wider. Diese kann als direktes Maß für die Verträglichkeit eines Wirkstoffs angesehen werden und lag in ARAMIS für Darolutamid auf Placebo-Niveau“. Darüber hinaus wies er darauf hin, dass die vorteilhaften Daten aus ARAMIS auch den G-BA dazu bewogen hätten, dem Wirkstoff insgesamt einen Hinweis auf einen beträchtlichen Zusatznutzen gegenüber dem abwartenden Vorgehen unter Beibehaltung der ADT zuzusprechen.6 Ein weiterer Pluspunkt von Darolutamid, so Magheli, sei das geringe Ausmaß erwartbarer klinisch bedeutsamer Arzneimittelwechselwirkungen.Erste Erfahrungen aus dem klinischen AlltagMit Interesse wurde auch die Präsentation von Dr. Frank Becker, Neunkirchen, verfolgt. Dieser stellte erste Ergebnisse aus der nicht-interventionellen Studie DAROL (NCT04122976) vor. Die internationale, einarmige Beobachtungsstudie mit Darolutamid bei Patienten mit Hochrisiko-nmCRPC untersucht, ob unter Alltagsbedingungen vergleichbar positive Ergebnisse wie in ARAMIS erreicht werden. Geeignete Teilnehmer sind Darolutamid-naive Patienten mit bestätigtem Hochrisiko-nmCRPC, für die bereits vor Einschluss in die Studie die Therapieentscheidung für Darolutamid gefallen war. Insgesamt sollen bis Ende 2025 weltweit 1.000 Patienten rekrutiert werden. In Deutschland nehmen 25 Therapiezentren – so auch das Zentrum von Dr. Becker – an der DAROL Studie teil. Die erste Interimsanalyse zeigte nun: Die Ergebnisse untermauern das vorteilhafte Sicherheits- und Wirksamkeitsprofil von Darolutamid beim Hochrisiko-nmCRPC und bestätigen somit die Ergebnisse der ARAMIS Studie auch im klinischen Alltag. Als Beispiel dafür stellte Dr. Becker den Fall eines 58-jährigen fitten Patienten vor, der bereits im Alter von 49 Jahren mit Hochrisiko-nmCRPC erstdiagnostiziert wurde. Trotz mehrfacher operativer Eingriffe habe dieser laut Becker einen persistierend hohen PSA-Wert aufgewiesen, der zu Beginn der Therapie mit einem GnRH-Blocker (ADT) bei 6,85 ng/mL lag. Der PSA-Wert nahm daraufhin zwar über 4 Monate ab, stieg dann jedoch wieder kontinuierlich an, so dass die PSA-Verdopplungszeit bei einem halben Jahr lag. Dennoch war das Testosteron unter alleiniger GnRH-Therapie stets im Kastrationsniveau. Aufgrund dieser Ergebnisse schlug Dr. Becker dem Patienten im Juni 2022 bei einem PSA-Wert von 4 ng/mL die Behandlung mit Darolutamid bei Fortführung der ADT vor, woraufhin der PSA-Wert innerhalb nur eines Monats auf 0,28 ng/mL und seitdem weiterhin sank. Auch wurden bei dem Patienten bisher keine Nebenwirkungen beobachtet. Becker spricht sich deshalb ausdrücklich für den frühen Einsatz von Darolutamid bei jüngeren, asymptomatischen Patienten mit Hochrisiko-nmCRPC aus: „Aus meiner Erfahrung im klinischen Alltag profitieren gerade auch junge und fitte Patienten mit Hochrisiko-nmCRPC beträchtlich von Darolutamid plus ADT in der First-Line-Therapie. Das zeigen auch die Daten der ersten Interimsanalyse von DAROL. Ich bin sehr froh, auch diesen Patienten eine so wirksame und gut verträgliche Therapie anbieten zu können.“ Quellen:1 Fizazi K, et al. N Engl J Med 2019; 380(13): 1235–1246.2 Fizazi K, et al. N Engl J Med 2020; 383(11): 1040–1049.3 Leitlinienprogramm Onkologie, Version 6.2, Oktober 2021 S3-Leitlinie Prostatakarzinom. Online unter: https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/fileadmin/user_upload/Downloads/Leitlinien/Prostatatkarzinom/Version_6/LL_Prostatakarzinom_Langversion_6.2.pdf (letzter Zugriff: 29.08.2022).4 Mottet N, et al. EAU – EANM – ESTRO – ESUR – ISUP – SIOG Guidelines on PROSTATE CANCER – LIMITED UPDATE MARCH 2022. Online unter: https://d56bochluxqnz.cloudfront.net/documents/full-guideline/EAU-EANM-ESTRO-ESUR-ISUP_SIOG-Guidelines-on-Prostate-Cancer-2022.pdf (letzter Zugriff: 29.08.2022)5 C.J. Gratzke et al., 630P Time course profile of adverse events of interest and serious adverse events with darolutamide in the ARAMIS trial, Annals of Oncology, Volume 32, Supplement 5, 2021, Page S664, ISSN 0923-7534, https://doi.org/10.1016/j.annonc.2021.08.1143.6https://www.g-ba.de/downloads/92-975-3712/2020-05-01_Nutzenbewertung-IQWiG_Darolutamid_D-543.pdf (letzter Zugriff: 29.08.2022) Über BayerBayer ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit Kernkompetenzen auf den Life-Science-Gebieten Gesundheit und Ernährung. Mit seinen Produkten und Dienstleistungen will das Unternehmen Menschen nützen und die Umwelt schonen, indem es zur Lösung grundlegender Herausforderungen einer stetig wachsenden und alternden Weltbevölkerung beiträgt. Bayer verpflichtet sich dazu, mit seinen Geschäften einen wesentlichen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung zu leisten. Gleichzeitig will der Konzern seine Ertragskraft steigern sowie Werte durch Innovation und Wachstum schaffen. Die Marke Bayer steht weltweit für Vertrauen, Zuverlässigkeit und Qualität. Im Geschäftsjahr 2021 erzielte der Konzern mit rund 100.000 Beschäftigten einen Umsatz von 44,1 Milliarden Euro. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung beliefen sich bereinigt um Sondereinflüsse auf 5,3 Milliarden Euro. Weitere Informationen sind im Internet zu finden unter www.bayer.com/de Die Bayer Vital GmbH vertreibt die Arzneimittel der Divisionen Consumer Health und Pharmaceuticals in Deutschland. Mehr Informationen zur Bayer Vital GmbH finden Sie unter: www.gesundheit.bayer.de Folgen Sie uns auf Twitter: twitter.com/GesundheitBayer und twitter.com/BayerDialog Zukunftsgerichtete AussagenDiese Presse-Information kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung von Bayer beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die Bayer in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf der Bayer-Webseite www.bayer.com/de zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.
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