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Rassismus immer und überall benennen und bekämpfen

Rassismus immer und überall benennen und bekämpfen

Source: DGB – Bundesvorstand

26.08.2022
30 Jahre Pogrom in Rostock-Lichtenhagen
Rassismus immer und überall benennen und bekämpfen
Anja Piel beim “Ratschlag gegen Rechts”
Der DGB gedenkt 30 Jahre nach dem rassistischen Pogrom in Rostock-Lichtenhagen der Opfer. Beim „Ratschlag gegen Rechts“ in Rostock diskutiert DGB-Vorstandsmitglied Anja Piel über die Ursachen und Auswirkungen rechter Gewalt. Wichtige Frage ist auch, vor welchen Herausforderungen Gesellschaft und Gewerkschaften heute stehen.

DGB/Canva.com

Im August 1992 griffen Rechtsextreme und Anwohner*innen über mehrere Tage lang die Zentrale Aufnahmestelle für Asylbewerber*innen sowie ein Wohnheim für ehemalige vietnamesische Vertragsarbeiter*innen im „Sonnenblumenhaus“ in Rostock-Lichtenhagen an. Die Ereignisse sind beispiellos in ihrer Eskalation rassistischer Gewalt in der deutschen Nachkriegsgeschichte.
Das darf nie wieder passieren
Dreißig Jahre nach dem Pogrom betont DGB-Vorstandsmitglied Anja Piel, dass es wichtig ist, weiterhin zu Demokratie zu arbeiten und dass das Lernen aus den Ereignissen in Rostock nicht aufhört: „Das darf nie wieder passieren. Wir müssen Rassismus immer und überall auch als solchen benennen und bekämpfen. Rassismus gefährdet unsere Demokratie und den gesellschaftlichen Zusammenhalt.“
Der DGB setzt sich immer entschlossen gegen Rassismus, Fremden- und Muslimenfeindlichkeit, Antisemitismus, Diskriminierung und jede Form von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit ein und verteidigt die Demokratie. Besonders in den Betrieben werden Kolleg*innen unterstützt –  beispielsweise durch die Initiative betriebliche Demokratiekompetenz.
Keine gesellschaftliche Spaltung
Gewerkschaften setzen sich jeden Tag für Zusammenhalt und gleichwertige Lebensverhältnisse aller Menschen unabhängig von Alter, Herkunft, Sprache, Religion, Geschlecht, Rasse, Hautfarbe oder sexueller Orientierung ein – damit es keine weitere gesellschaftliche Spaltung gibt.
Anja Piel betont, wie wichtig es aktuell ist, dass alle gut und sicher durch die Krise kommen. Menschen müssen ihre Rechnungen bezahlen können und dürfen weder ihre Arbeit verlieren noch ihre Wohnung. Dazu reichen Entlastungen in der Energiekrise nicht aus. Die Bundesregierung muss jetzt handeln und wichtige Reformen auch zügig umsetzen: die Einführung der Kindergrundsicherung, eine Reform des Wohngeldes und die Weiterentwicklung der Grundsicherung.
Mehr Informationen zum Ratschlag gegen Rechts in Rostock finden sich beim DGB Bezirk Nord.
Teilnehmer*innen des “Ratschlag gegen Rechts” in Rostock DGB

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